Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1925)
- Date
- 1925-03-01
- Page
- Seite 130 (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
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130 Di**!!*v.iaste Gr* ßTa;t 11 s ■v. griechische und lateinische Uebersetzung nicht von Schittim sprechen. Weshalb bei der Aussage des hebräischen Textes nicht stehen geblieben werden soll, ist nicht zu ergründen, denn sie passt zu den erwähnten Priestern, und auch die Fürsten standen oft bei religiösen Verirrungen an der Spitze (1. Kon. 12,|28; 16,31 usw), und die Veräusserlichung des Opferwesens wird gerade von Hosea oft getadelt (6,6 usw.). Den als gegenwärtigen Subjekten erwähnten Personen die aus der Vergangenheit bekannten Schandtaten zu Schittim (4. Mos. 25, lff.) zuzuschreiben, hat hauptsächlich Well hausen empfohlen, und ihm haben es viele bis auf Sellin nachgesprochen. Dieser aber geht noch darüber hinaus. Zu der ererbten Zusammenkoppelung von Hos. 5,2 mit 4. Mos. 25,1 ff. fügt er folgendes Neue hinzu. Diese Stelle habe falsch den Simeoniten Kozbi als den genannt, der sich mit einem midianitischen Weibe vergangen habe. Mose habe ja eine Midianiterin als Gattin besessen (2. Mos• 2,21). Also ״in Wirklichkeit hätten nach dem ältesten Bericht die Richter bzw. Obrigkeiten sich geweigert, den Befehl des Mose [4. Mos. 25,5] auszuführen und die Abtrünnigen zu töten, die Priester aber hätten den Spiess umgedreht und Mose die Sch uld zu geschoben, und er hätte von Priesterhand den Märtyrertod erlitten“. Ja, das heisst allerdings ״den Spiess umdrehen“. Das heisst, scheinbar Quellen benützen, aber in Wirklichkeit sie zu Pfützen zertrampeln. Hinterher sagt Sellin auch selbst: ״Das war zunächst nur eine Vermutung, Sicherheit brachte erst 9,7—14“. Da kann man gespannt sein, wie das zugehen soll. Nun er beginnt bei den bekannten Worten: ״Ein Tor ist der Prophet, von Sinnen gekommen der Mann des Geistes darüber, dass dein Vergehen massenhaft ist und die Anfeindung in Masse auftritt“. Da nimmt Sellin nun schon an, dass ״dasselbe Verb, wie beim Verbrechen von Schitt m in 5,1 ״״sie haben die Grube tief gemacht‘‘“ gebraucht sei“, indem er in V. 9 a den Text ״sie sind in tiefe Verderbnis wie in den Tagen von G3beÄa geraten“ (Rieht. 19; mit Well hausen ohne Anlass