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Jeschurun · 1925-03-01 · Heft 3-4 (März 1925) · p. Seite 129

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 3-4 (März 1925)
Date
1925-03-01
Page
Seite 129 (sequence 39)
Language
German
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Die neueste Gestalt usw. 129 kennung auf bauen könnte. Das zeigt sich ja auch an seinem stammelnden »Wir glauben, dass usw.״. Mit welchem Rechte hat er auch die verwandtschaftliche Zusammengehörigkeit von Abraham, Isaak und Jakob preisgegeben? Er hat es nach Gutdünken getan, da er ja keine methodische Prüfung des Zuverlässigkeitsgrades der Geschichtsschreibung Israels über seine Anfänge angestellt hat. Mit demselben schwächlichen Gutdünken schweigt er weiterhin auch vom Zusammenhang der Stämme Israels mit Jakob, und doch könnte für die Geschiebt!ichkeit z. B. Rubens oder Judas oder Josephs sofort ein vielfältiger Beweis geführt werden, wenn ich die in meinem Genesiskommentar hinter 30, 24, vor 37, 2 und 39,!־gesammelten positiven und negativen Beweisgründe hier wiederholen dürfte. Ist es endlich überhaupt begründet, dass in dieser jüngsten Geschichte Altisraels etwa acht Zehntel von deren überliefertem Verlaufe verworfen oder verdreht worden sind? Um ein besonders wichtiges Beispiel zu bringen, so macht er die neue Aufstellung, dass Mose, weil er gegen den Abfall zum unzüchtigen Kult des Ba4al Pecör (4. Mos. 25,1 ff.) geeifert habe, von seinem eigenen Volke ermordet worden sei (S. 76). Das will er aus Sätzen des Propheten Hosea ableiten. Die erste Belegstelle findet er in 5, lf. Da übersetzt er: »Ein Fallstrick seid ihr für Mizpa geworden und ein Netz auf dem Tabbur ausgebreitet, und tief haben sie die Fallgrube von Schittim gemacht, aber ich bin Fessel für euch״. Nach der alten Auslegungsregel (meine ״Hermeneutik des A. T. 1916, 23f.), dass man von den deutlichen Bestandteilen des Textes zu den dunklen fortzuschreiten hat, ist davon auszugehen, dass die zu Hoseas Zeit gegenwärtigen Priester, Richter und Könige mit einem Gerichtsspruche bedroht werden. Also sind die dahinter ausgesprochenen Handlungen von diesen damals gegenwärtigen Volksteilen verübt worden. Und ist da von Schittim, der Gegend Schittim (Akaziental) östlich von Jericho (4. Mos. 25,1; Jos. 2,1; 3,1; Mich, f-,5), die Rede? Nein, im überlieferten Text steht »und tief (d. h. schlimm) haben Irregehende — äusserliches — Opferschlachten gemacht״, wie auch die

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