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Jeschurun · 1925-03-01 · Heft 3-4 (März 1925) · p. Seite 128

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 3-4 (März 1925)
Date
1925-03-01
Page
Seite 128 (sequence 38)
Language
German
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128 Die neueste Gestalt us*\ methodische Untersuchung der Autorität der Quellen des darzustellenden Geschichtsverlaufs vorausgeschickt hat. Liegt darin schon ein formaler Mangel seines Buches, so erweist sich dieser auch in sachlicher Hinsicht als eine verhängnisvolle Lücke, weil nun das Fundament fehlt, das jede Darstellung der Geschichte eines Volkes in der kritischen Würdigung seiner Geschichtsbücher voraussetzt, und weil der Leser garnicht zu einem Urteil darüber befähigt wird, o b diese Geschichtsbücher eine Grundlage für den Aufbau der Darstellung der betreffenden Volksgeschichte darbieten. Der Leser dieser neuesten Darstellung erfährt also nichts von allen den Bestandteilen dieser Geschichtsschreibung Israels über seine älteste Zeit, die als positive Glaubwürdigkeitsspuren immer vollständiger von mir gesammelt worden sind (in den kritischen Vorerörterungen meiner Theologie des A. T. 1923, 6—15 und in meinem Genesiskommentar 1925, 87 — 89). Der Leser vermag also auch nicht zu beurteilen, mit welchem Recht von den Momenten der altisraelitischen Ueberlieferung etwa ein Zehntel bei Sellin festgehalten wird. Mit dem erwähnten formellen Mangel der Sellinischen Darstellung hängt unmittelbar eine vielfache Umstürzung der Materialien der israelitischen Volksgeschichte zusammen. Auf S. 23 ff., wo ״die erste Einwanderung der B’ne [Kinder] Jisrael in Palästina" erzählt wird, hören wir kein Wort von Abraham und den andern beiden Patriarchen. Erst hinterher kommt ein anderer Paragraph mit der Ueberschrift ״Die sogen. Väter Israels*, und da bekennt sich Sellin zu dem ״Glauben, dass in den Vätern in erster Linie Stammesführer, die tatsächlich gelebt haben* (S. 30), zu erkennen... seien. Natürlich muss man da fragen: Warum erst den überlieferten Gang des Geschehens Umstürzen, wenn man hinterher ihn wiederherstellen muss? Ausserdem ist auch hier wieder die Hauptfrage: Weshalb erkennt er hinterher die geschiehtliehe Existenz der Väter Israels an? Sellin hat seinerseits keine Basis aufgezeigt, auf die er seine nachfolgende Aner-

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