Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1925)
- Date
- 1925-03-01
- Page
- Seite 117 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Mentioned entities
- Malbim 1× ep/1002711
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Der ״Kempener' 117 Stimmfähigen unmöglich so sehr gewachsen sein könne, so steht die3 willkürliche Verfahren offenbar damit in Verbindung, dass b) nicht die Repräsentanten, denen es eigentlich gebührt, sondern der Verwaltangsvorsteher D. Wieruszowski7) ein eifriger Anhänger Malbims, allein und ohne Zuziehung und Beratung der übrigen Verwaltungsbeamten die Stimmberechtigten ausschrieb. Der Erfolg der Wahl war also durch diese Vorgänge klar Torauszusehen. Die Masse hatte, über ״die schwächere, aber bessere Minorität״ gesiegt, und liess keine Gelegenheit vorübergehen, ohne die Unterlegenen ihren Febermut fühlen zu lassen. Es sei bedauerlich, ein so fcedeutenes Rabbinat ״mit einem Manne besetzt zu sehen, dem die ersten Elemente jeder wissenschaftlichen Bildung fehlen, mit einem Manne, der nicht einmal die Kenntnis der deutschen oder sonst einer anderen Sprache sich erworben hat, und selbst die hebräische, ohne sich ihres geistigen und materiellen Organismus bewusst zu sein, trotz Grammatik und Logik, handhabt. Denn was lässt sich wohl für eine Belehrung und Leitung von einem Manne erwarten, der mit seiner Bildung und seiner Ansicht um Jahrhunderte, gegen seine Zeit zarücksteht?s) Mit welchem Ansehen und mit welchem Eindruck wird er das Wort Gottes vortragen und ans Herz legen, or? der nicht einmal imstande ist, sich in der deutschen Sprache auszudrücken und einem Schalknaben hierin wie in anderen gemeinnützigen Kenntnissen nachsteht?* Umsonst sei versucht worden, Malbim durch Berufung auf sein Ehrgefühl zur Ablehnung der Wahl zu bewegen. Er reagierte auf alle diese V orstellungen nicht. In seiner starren Unbeugsamkeit sei er noch durch seine Partei gestützt worden, auf deren Drängen der Korporationsvorsteher ohne Zuziehung der Repräsentanten das Wochengehalt von 3 Thalem auf 9 Thaler erhöhte. ״Wir möchten es jedoch zu seiner (Malbims) eigenen Ehre glauben, dass es ihm mehr um den eines ächten Rabbiners sicherlich unwürdigen Rahm, seine Sache trotz den traurigsten Zerrüttungen in einer friedlichen Gemeinde darchgesetzt י) Ueber die F amilie siebe Kasten 1. e. 8) Margioalnotiz in den Akten: ״Er ist ihnen zu orthodox*.