Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 91 (sequence 91)
- Language
- German
- Belongs to
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Ein Satz \1sw. 91 Bemerkung, hinzugefügt worden sind und dann in den Text gerieten. Und es ist meines Erachtens kein Zu :'all, dass dieser Zusatz sich gerade B. Mez. 114 b findet, dagegen nicht an den beiden anderen Stellen. Was war die Veranlassung, dass er gerade dort hinzugefügt wurde? Die Antwort dürfte folgende sein: Sowohl Jeb. 61a als auch Ker. 6 b wird von der Gemara in unmittelbarem Anschluss an unsern Satz die Frage aufgeworfen, dass doch an mehreren Stellen der Schrift z. B. Numeri 31,40 und Jona 4,11 Nichtjuden ausdrücklich אדם genannt werden; und diese Frage wird dort dahin beantwortet, dass an jenen beiden Stellen ארב neben genannt werde, za dem es einen Gegensatz bilde. Das Latte der Abschreiber B. Mez. 114 b, wo jene Frage von der Gemara nicht aufgeworfen and jene Einschränkung nicht gemacht wird, im Auge, und er fügte daher dem Satze ״die Nichtjuden werden nicht אדם genannt“ zum Zwecke der Richtigstellung entsprechend den beiden talmudischeii Parallelen die erläuternde Bemerkung hinzu ״ausser neben בהמת“. Diese Anmerkung lautete also ursprünglich etwa rzr.z 16 לכבי* oder אלא בבדזפת oder ähnlich, im Sinne von ״ausser neben (gegenüber, in Bezug auf) בד־.כ־ז“. Sie geriet dann in den Text und aus ihr wurde, weil sie nicht verstanden wurde, in Umkehrung des Sinnes .אד* בהבד. So findet meines Erachtens da3 Piätsel seine einleuchtende Lösung. Bticl1erb^spreclmng־ea. Martin Bubsr: Das verborgene Licht. Rütten undLöning, Frankfurt a. M. 1924. Chajira Blocb: Kabbalistische Sagen. Verlag der Asia Maior, Leipzig 1923. Zwei Bücher, die uns wieder ein klein wenig n.ehr in das Gebiet der Kabbala und des Chassidismus führen wT011en. Eid nen*׳'? Buch vc-a Buber bedarf keiner Empfehlung. Mit ausserordentlichem Geschmack und grosser Geschicklichkeit sind ErzEhlungen von bekannten ״Zadüikim“ aus der Gose Liebte des Chassidismus der volkstümlichen Form, in der sie in der Masse der Cha_.,idim leben, und die nun doch oft etwas zu naiv uni banal klingt, entkleidet. Die erhabenen Gedanken und hehren Gefühle, die darin zum Ausdruck kommen, sprechen so mit ganzer Kiaft auch zu dom modernen Menschen. B Lat sie nach Thora sten geordnet: ,Von Gott und dem Menschen'‘, ״vom Gebet“, ״von Himmel und Erde“, .vom Dienst“, .von der Lehre, von Lehren und Lernen״ ,״von dem Führer und der Gemeinde“, ״von der Liebe“, ״von Gut und Böse“, ״von Stolz und Demut*, ״von Wahrheit und Lü^e“, ״von der Umkehr“, ״von Leid und Freude,“־ ״vom Tod“, ״von der Erlösung“. Die ״Worterklärungea“ und ״Anmerkungen“ feind für mchtjüuische Leser oder für solche, denen das jüdische Schrifttum unbekannt ist, von Viert, und die ״ Ab'o'ge der Zadöikim“ sind für uns alle ein gutes Mittel zur Orientierung. Schade nur, dass sich B. hier auf ״Za1dikiäk~ beschränkt hat, d e er in seinen Büchern behandelt. Doch werden in diesem kleinen geschichtlichen Abriss wohl alle Zad-iikim erwähnt, deren Name überbaupt einem grösseren Kreise bekannt geworden ist. Manches erscheint dem am talmudischen Studium geschulten doch wie eine .chassidiscbe Tauroh*, man kennt den Nebensinn, der in misnagdi sehen Kreisen damit verbunden ist. Nicht dankbar genug können wir sein, dass hier alle Wundergeschicbten