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Jeschurun · 1925-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1925) · p. Seite 50

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Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1925)
Date
1925-01-01
Page
Seite 50 (sequence 50)
Language
German
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50 Hin Fragment usw. des Jüdischen Staates und der Zerstörung des Tempels in der geschichtlichen Tatsache, dass Israel die Lehre Gottes verachte. Unter ,,Lehre Gottes** sind beide Lehren, die mündliche sowohl wie die schriftliche zu verstehen65). Hierher gehören drei Stellen in drei verschiedenen Midraschwerken, die von den Forschern und der Kritik der Midraschliteratur als antikaräisch angesehen wurden. Diese Auflassung führte zu einer falschen Datierung dieser Midraschwerke. Wir meinen die Midraschim, die unter den Namen des Tanhuma66), Pesikta rabbati und Tana debe Elijahu bekannt sind. Die Predigt im ersten Werke lautet: Gelobt sei der Name des Königs aller Könige, der Israel von den siebzig Völkern erwählt hatte. Er hat uns die schriftliche und mündliche Lehre gegeben. Die erstere enthält dunkle und allgemeine Hinweise und wurde in dem Midrasch erklärt: Gott hat sie Israel offenbart. Die schriftliche Lehre enthält Allgemeines, die mündliche Lehre Einzelheiten. Die letztere ist umfangreich, die erstere ist gering an Umfang. Auf die Thora rs צבעל• wird Hiob 11,9 angewandt. Sie ist nicht zu finden bei dem der den Vergnügungen dieser Weit, der Genusssucht, der Ehrsucht und Habsucht nacheilt. vgl. Num. 19,14. Der Prediger citiert ferner Aboth VI,4 und sehliesst: Denn Gott hat seinen Bund mit Israel nur wegen der mündlichen Lehre geschlossen. Der Rest scheint, eine spätere Glosse zu sein, obwohl auch hier einiges aus guten alten midraschiseiien Quellen geschöpft ist.. Der Ursprung dieser Homilie 1>t aber älter und reicht in die Zeit des Kampfes gegen die mündliche Lehre im dritten Jahrhundert zurück. Tatsächlich scfdiesst die Predigt mit dem Worte des R. JoehaDan6:j. Im Tanna debe Elijahu:jH) beginnt die Agada mit dem letzteren Satze: ^Gott hat seinen Kund mit ihm geschlossen. d*mit er \>ede R. Joehanan B. Nappacha*‘ in der Revue d. E. J. 77 (19231 pp. 16#—177 und I>r. Wohlgemuth's Jeschurun XI (1924; p. 3390. c 1 Lam. r. 1,2. R. Judan, vgl. Lam. Zutta p. 8 und Jalkut Sbimeeni, wo R Eieasar ben Pedath genannt wird. Ich benütze ed. Frankfurt a. O. p. 9 B f. sec. בח. 67 J s. oben Anm. 52. °י) c. 3. ed. Frieimann p 131

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