Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 47 (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
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Ein Fragment uaw. 47 als Beweis dafür, dass die Synagoge das wahre Israel geblieben sei. Der Midrasch zitiert die Meinungsverschiedenheit der oben erwähnten Lehrer51) mit Erweiterungen im Satze des R. Jehuda b. R. Simon und des R. Jochanan54), der die religiösen Zustände unter den galiläischen Juden des dritten Jahrhunderts besser beleuchtet. Gott hat Israel beide Lehren, die schriftliche und die mündliche gegeben. Gott hat mit Israel den Gottesbund geschlossen, damit sie beide lesen. Wenn man aber die mündliche Lehre aufgibt, dann zerstört man den Bund. Auch Mo36s warnte beide Gesetze gleichmässig zu beobachten. Ohne Thora wäre Israel wie die anderen Völker. R. Jochanan hingegen betont das um diese Zeit verschärfte Verbot des Auf- Schreibens der mündlichen Lehre. Scheinbar billigte R. Jehuda b. R. Simon das Verbot des Nichtschreibens der mündl. Lehre nicht. Das Verbot wurde gerade durch die zur Genüge bewiesene Opposition gegen das mündliche Gesetz veranlasst. R. Simon meint, dass die Treue zum Bunde Gottes genügend sei, um das Volk von der gefährlichen Ketzerei zurückzuhalten. Noch viele andere Lehrer dieser Zeit betonen in ihren Homilien den sinaitiscben Ursprung der mündlichen Lehre. R. Zeira wiederholt im Namen des R. Jochanan, der häutig zu diesem Problem Stellung nehmen musste, dass die Ilal&choth, welche Gott dem Moses am Sinai übergeben hatte, in die Mischna einverleibt worden sind54). Im Namen des II. Eleazar b. Pedath sagt derselbe Traden!: Lieblicher sind die Lehrsätze die aus der mündliehen Lehre abgeleitet werden, als jene, die aus der Schrift abzuleiten sind55). R. Juda b. R. Samuel sagt: Selbst die Worte der Thora, die von Oben (Gott,» gegeben worden sind, wurden nur mit Mass erteilt, und zwar Bibel, Mischna, Talmud, Halacha Ir) pal. Pea. 17 a, pal. Meg. 74 d, Exod. r. 47, 9. Der Text de» Midrasch ist schwerfällig: .תודה?בכתב ותורה על סד. בדהי אהך ביית;ט תההא קורא ברזם כך אבר אם הסרת אד הב הדי ידע ׳באתר. כבבל הברית. Das setzt doch roraui, das« auch die mündliche Lehre gelesen, also aus Schriften gelehrt und gelernt wird. :4־) pal. Pea 17 a. '-■) ebd. תורה נכתבה? אלא כרובין הן bv אכתיב לכם רובי תורתי. דכי רובה הדברים הגררעין סן הבהב כן הדברים הנדרתין סן השה, וביגי? אלא ביני חביבי; הן הדברים הנדרתים כן השה כן ח־ ברי ם הגדרתי ן סן הכתב. ▼gl. auch Midr. Lain. r. p. 70.