Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 46 (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
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46 Ein Fragment usw. bemerkt der Lehrer aus Lod: Die Bibel, die Mischna, Halacha. Talmud. Tosefra, Agadoth, selbst was ein scharfsinniger Junger in spatesten Zeiten seinem Lehrer vortragen wird, wurde dem Moses am Sinai gesagt, im Namen des R. Jochanan wird ein Satz oft tradiert, der besagt: 49הביבין דברי סרפדים פדבייי ודרה). Die Worte der Schriftgelehrten sind lieblicher als die Worte der Torah. R. Simon ben Lakish variiert den Satz des R. Josua ben Levi, indem er in Ex. 24, 12 in den Bundestafeln die zehn Gebote, in der Lehre die Bibel, im Gebote die Propheten und Hagisgraphen, in להורותם einen Hinweis auf den Talmud sieht. Alle wurden dem Moses am Sinai gegeben50). Neben diesen Lehrern des dritten Jahrhunderts betont R. Samuel b. N a h m a n i in unzweideutiger Weise, dass die Wertschätzung der beiden Lehren einem tiefen Bedürfnisse der Zeit entsprochen haben, uDd nicht einem willkürlichen Einfall oder einer exegetischen Spielerei zuzuschreiben sind. R. Haggai sagt im Namen des R. S. B. N.M). Viele Satzungen wurden schriftlich, andere hingegen mündlich überliefert. Ich weiss nicht welche lieblicher, wertvoller sind? Nachdem es aber geschrieben steht בי על פי הדברים האלה כדוד. entnehmen wir, dass das mündliche Gesetz lieblicher sei. Es ״war wohl nicht ohne Absicht, wenn R. Jochanan und R. J u d a ben R. S i m 0 n ermahnen: Wenn du beobachtest die mündliche und die schriftliche Lehre, beide zusammen, dann habe ich mit dir einen Bund geschlossen, oder wenn du beide befolgst, «dann hast du auf den göttlichen Lohn einen Anspruch, sonst aber nicht. Es ist wohl zu beachten, dass um diese Zeit das Dogma der Kirche vollkommen entwickelt war, dass die Christen, die Mitglieder des neuen Bundes die Namensträger des ״wahren Israel־־ seien, und nicht die Anhänger des alten Bundes, die ihren Titel und die Nachkommenschaft von Abraham, Isaac und Jakob gänzlich verwirkt haben7־). Die mündliche Lehre diente diese gehörea zu den Dingen, von denen ein Zeitgenosse R. Siaion ben Eleasar sagt: מכרו נפעם עריה vgl. B. Sabb. 130a, vgl. auch weiter Anm. 58. 49) 3. Cantr. 1,18 und Parall. •*’) b. Ber. 5a, Ualachoth Gedoloth 45b. M) pal Pea 17 a, pal. Meg. 74 d. "׳) s. die Belegstellen in m. Religionsge3cbicbtlicbe Studien 1 pp. 9 18.