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Jeschurun · 1925-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1925) · p. Seite 40

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1925)
Date
1925-01-01
Page
Seite 40 (sequence 40)
Language
German
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40 Ein Fragment usw. kein Priester und die Lehre ist nicht von Gott“25). Die ursprügliche Benediction über die Thora lautete verschieden von der unsrigen. Man sagte : 26אער נתן לגי תורד. פן העמים). Wahrscheinlich eine Massregel um die Ketzer von den Synagogen und Lehrhausern zu entfernen. Später als die ketzerischen Umtriebe aufnorten. wurde auch auf die Worte מן העמים verzichtet. Jedenfalls muss die Formel recht lange im Gebrauche gewesen sein. Eine andere recht wichtige liturgische Aenderung steht gleichfalls mit dieser häretischen Bewegung 1m Zusammenhange. Wir meinen die Entfernung des Decalögs aus der Gebet- Ordnung. Diese Massregel zeigt es wohl zur Genüge, welche Dimension die Ketzerei erreicht haben muss. Zur Zeit des Tempels gehörte der Decalog zum Bestand der täglichen Gebets- Ordnung27). Dieser uralte Brauch wurde, gewiss nicht leichten Herzens, wegen der falschen Lehren der Minim eingestellt28). Diese Ketzer verbreiteten und bestärkten das Volk im Glauben, dass nur das Zehnwort von Gott sei, aber nicht was sonst noch in der Schrift enthalten sei. Die Propaganda dieser Irrlehrer musste gewiss recht erheblich gewesen sein, denn sonst hätte man zu einer solchen peinlichen Massnahme keine Zuflucht genommen. Die Ausschaltung des Zehnwortes au3 der Liturgie konnte nur auf Juden wirken, daher muss auch die Häresie unter Juden mächtig gewirkt haben. Wann hat diese liturgische Veränderung stattgefunden? R. Xathan kennt sie bereits, sie muss daher vor dem Ende des zweiten Jahrhunderts bereits in Kraft getreten sein. Das sagt aber noch lange nicht, dass die Verordnung nicht viel älter sei wie die Einführung der Eulogie כן העולם;ע:־ העילם, statt der bisherigen einfachen ע2מן העולם). R. Xathan scheint als Apologet für alle liturgischen Umformungen aufzutreten, wenn er sagt: 50הפרו תודתך משים עת לעשות) üebrigens 25} Tancimma, ed. Buber, Xumeri p. 46, Eccl. r. zu 10,2, ▼gl. auch weiter unten. 26) s. Mahzor Yitry p 705. 27) s. Tamid Y. I. Middoth V,4 2ל B. Ber. 12a 59J M. Ber IX. Ende, vgl. Sifre Dt. § 305. p. 132 B. 30) EbdL

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