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Jeschurun · 1925-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1925) · p. Seite 38

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1925)
Date
1925-01-01
Page
Seite 38 (sequence 38)
Language
German
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isaa«ttFsg!5E5aas 38 Ein Fragment usw. OfTicieren, von Philosophen und Damen, die in der heil. Schrift Widersprüche, Unheimliches und wenig Anziehendes beobachten. Eine verschiedene Wirkung sollte man bei Juden erwarten, die durch Geburt und Erziehung, Anlage und Befähigung, eine natürliche Sympathie für die geistigen Güter ihrer Religion oder Kation erworben haben. Trotzdem finden wir bereits im grauen Altertume eine nicht zu unterschätzende und die Entwickelung der Religiosität und Frömmigkeit hemmende Opposition gegen Bibel und Tradition. Wir wollen daher, chronologisch die Stellung der Ketzer zur Bibel und zur Tradition nach den Quellen prüfen. Die für die Geschichte der jüdischen Dogmatik äusserst wichtige Mischna in Sanhedrin X, 1, zählt diejenigen; welche behaupten, dass die Thora nicht himmlischen Ursprungs sei zu denen, die keinen Anteil am ewigen Leben haben18}. Es muss also zur Zeit eine Sekte unter den palästinensischen Juden gegeben haben, die eine Göttlichkeit der Thora grundweg leugnete. Die Mishna widerspiegelt die Zustände der letzten Jahrzehnte des ersten Jahrhunderts. Wir finden die Bewegung noch im zweiten Jahrhundert. R. Akiba sieht in Deut. 14.9 eine Entgegnung diese Ketzerei. Wie konnte Moses diese Namen kennen? war er denn ein Jäger? Gewiss! er hatte dieselben von dem allwissenden Gott19)! Es ist gewiss nicht als Zufall zu betrachten, w#nn wir im tannaitischen Midrasch öfters an die Lehre von ודרה מן דד*מיס erinnert werden. Eine gewiss streitsüchtige und fanatische Opposition gab keine Ruhe und veranlasste eine Behandlung dieses Themas. Die Gefahr war zu gross, dass weitere Schichten durch diese Agitation einer Ketzerei entgegenlaufen. In einer Stelle20) lesen wir: Moses spricht zum Himmel (Dt. 32,1), weil die Thora ebenfalls vom Himmel stammt. Man sah in den einleitenden Worten des herrlichen 18j Tgl. auch b. A. Z. 18 a, jer. Pea 1,1, Tanh. וירא, ed. Frankfurt 3L 0. 68 B. 1-) Sifre Deut. § 102, 94 B, B. Eiiiiin 60 B. wo der Satt im Namen des Amoräers R. Hazin b. Raba erscheint, vgL auch b. Nidda 24 a. 20) Sifre Deut § 306, p 131a.

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