Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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26 Fechner5 ־ $f־pienh*hre uew. lassen, aber sie widersprechen sich, werden, verschieden gedeutet. So ist es gekommen, xlass sich ein neuer Terminus eingebürgert hat, der uns in alter Zeit garnicht begegnet השארת הנפש. Im Allgemeinen kann man sagen, dass הםתיס rmr und לפ הגא%> der Glaube an die Wiederauferstehung der Toten und das Jenseits VÜberzeugungen sind, die unerschütterlich in der Brust eines Jeden leben, der nur irgendwie den Anspruch darauf macht, im überlieferten Sinne ein religiöser Jude zu sein• Der Versuch aber, diese Glaubensüberzeugungen irgendwie unserem Vorstellungsvermögen näher zu bringen, wird nirgends gemacht. Man begnügt sich eben damit, dass es Postulate des Glaubens sind, dass sie, weil sie über die Erfahrungswelt hinausgehen, nicht unserem Verständnis näher gebracht zu werden brauchen. Es ist nun möglich, ja auch wahrscheinlich, dass der mit wahrer Inbrunst seinem Glauben Hingegebene dag Mittel der Anschaulichkeit seiner Glaubensvorstellungen entbehren kann, dass er nicht einmal daran Anstoss nimmt, wenn sie überhaupt nicht denkbar sind. Wir dürfen uns aber auch nicht darüber täuschen, dass Verschwommenheit und Unklarheit einer Vorstellungswelt das sicherste Mittel ist, sie immer mehr in ihrer Wirksamkeit und allmählich immer mehr aus unserem Bewusstsein zu verdrängen. Nicht jedem ist es gegeben, sich in der Extase an mystischen Gedaukengebildeo zu berauschen, abgesehen von all dem Bedenklichen, das sie im Gefolge führt. Da ist eine so klare, zusammenhängende, in sieb geschlossene, überall auf Analogieen aus der Welt des Diesseits, ja zum Teil auf naturwissenschaftlichen Erfahrungen sich stützende Lehre wie die von Fechner wohl zu begrüssen. Fechner war ein religiöser Mensch, nicht nur im allgemeinen Sinne dieses Wortes. Er wollte ein gläubiger Christ bleiben, und dass seine Religion unter der Verschwommenheit und Undurchsichtigkeit ja gerade Widersinnigkeit der Dogmen litt, war mit eine Haupttriebfeder für ihn, sein System nach allen Richtungen hin auszubauen und es durch seine umfang• reichen Werke, die im Grunde immer dasselbe sagen, seinen Zeitgenossen einzuhämmern. Er hat es aber schwer, die Christ-