Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 23 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Fechncr's Seelenlc-hre usw. 23 unserer Erinnerungen nach den Gesichtspunkten der Aehnlichkeit und der Verschiedenheit in harmonische, verträgliche Be- Ziehungen miteinander zu setzen, ganz abgesehen von der räumlichen und zeitlichen Anordnung der ihnen zu Grunde liegenden Anschauungen. Diesem Bestreben verdanken alle Begriffe, Urteile und Schlüsse ihre Entstehung, ja es beruht hierauf die ganze Ordnung und Tätigkeit des Geistes. Ganz genau so wird das höhere Leben des höheren Geiste» sich gerade in dem Bestreben äussern, die Geister des Jenseits in harmonische, verträgliche und gerechte Beziehungen zu einander zu bringen. Ganz unabhängig davon, ob die Geister heute oder vor tausend Jahren ins Jenseits übergegangen sind, werden sich unter ihnen Gemeinschaften bilden allein nach der Gemeinsamkeit ihres. Denkens und Strebens und Trennungen nach der Verschiedenheit ihres Wesens. Der höhere Geist wird sie dort nach dem Wert ihres Wesens oder Unwert ihres Wesens d. h. nach Massgabe ihrer Einstimmung oder ihres Widerstreits mit seinem höheren Willen in bestimmte Kategorien einteilen, in Gemeinschaften hinsichtlich ihrer inneren Seelenzustände, die einen wird Befriedigung, Freude und Seeligkeit erfüllen im Falle der E i n Stimmung, die anderen Unfrieden und Seelenpein im Falle des Widerstreits mit Gott. D ie Darstellungen, die bei Fechner nun bis ins Einzelne gehen: -über das Verhältnis der jenseitigen zur diesseitigen Welt,* ״von der leiblichen Unterlage des künftigen Lebens,* ״wie die jenseitige Leiblichkeit auf dem diesseitigen, wie sie auf dem ׳ jenseitigen Standpunkt erscheint*, ,,wie der Mensch seine innere Bildung und Entwicklung ins Jenseits hinübernehmen könne,* wie setzen wir uns mit der Zerstörung des Gehirnes im Tode, wie mit dem Leiden und Altern des Geiste» zusammen mit dem Körper auseinander, wie können die Existenzen des Jenseits unbeirrt durcheinander bestehen, das alles, was Fechner in sehr breiter Ausführlichkeit geschildert *) und 1) Zend-Avesta II S. 215—227 Max Fischer a. a. O. S. 184—190. 2) Zend-Aresta II S. 228-308. ל