Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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20 Fechrer’s See!pnlohrp usw. übergehen, ist nicht finsterer als der, auf dem wir von der ersten zur zweiten gelangen. Der eine führt zum äusseren, der andere zum inneren Schauen der Welt. — Das Kind im Mutterleibe bat bloss einen Körpergeist, den Bildungstrieb. Die Schöpfung und Entwickelung der Gliedmassen, womit es aus sich herauswachst, sind seme Handlungen. Es hat noch nicht das Gefühl, dass sie sein Eigentum sind, denn es kann sie nicht gebrauchen. Aber wenn das Kind zur zweiten Lebensstufe reif, die Organe seines bisherigen Schaffens abstreift, sieht es sich plötzlich als selbstkräftige Einheit all seiner Schöpfungen. Und das Verhältnis der ersten Stufe zur zweiten wird nun gesteigert wiederkehren im Verhältnis der zweiten zur dritten. Unser ganzes Handeln und Wollen in dieser Welt ist in gleicher Weise berechnet, uns einen Organismus zu schaffen, den wir in der folgenden Welt als unser Selbst erblicken und brauchen sollen. Alle geistigen Wirkungen, die bei Lebzeiten eines Menschen von ihm ausgehen, sind schon durch ein geheimes unsichtbares Band miteinander verbunden, sie sind die geistigen Gliedmassen des Menschen, verbunden zu einem geistigen Körper, zu einem Organismus von Kräften, deren Bewusstsein noch ausserhalb liegt und die er daher nur im Ausgangspunkt als die semigen erkennt. Im Augenblick des Todes aber, wo sich der Mensch von den Organen scheidet, an die seine schaffende Kraft geknüpft war. erhält er auf einmal das Bewusstsein alles dessen, ־,vas als Folge seiner früheren Lebensäusserungen in der Welt fortlebt. Da dies alles aus einem Quell organisch geflossen, trägt es noch seine organische Einheit in sich und waltet jetzt lebendig und selbstbewusst in Menschheit und Natur mit eigener individueller Machtvollkommenheit nach eigener Bestimmung 1). Wir sind — es sei auf das verwiesen, was vom Erdgeist im ersten Aufsatz2) gesagt wurde — im Leben Anschauungen in einem höhereu Geiste. Nach dem Tode sind wir Erinnerungen in ihm. Deshalb wird aber diese Erinnerung nicht etwa bloss נ) Das büch;ein vom Lebe« sacb dem Tode S. 11— 14. Jeseh:1r1;n XI S. 494 ff.