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Jeschurun · 1925-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1925) · p. Seite 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1925)
Date
1925-01-01
Page
Seite 19 (sequence 19)
Language
German
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Feclmor's iSeelenkhre u3w. 19 Individualität sind. Und vermittels des Erdgeistes, der doch ebenso wie die anderen . höheren Geister mit Gott verknöpft ist, leben wir ja hienieden schon in Gott• Machen wir aber Ernst mit dem Glauben, dass alles geistige Leben, das jenseitige wie das diesseitige in Gott eingetan ist und der göttlich geistige Stufenbau nach gleichen Prinzip über uns hinaus wie in uns hineinreicht, so werden wir auch das jenseitige Leben viel eher als eine individuelle Fortsetzung des diesseitigen Lebens begreifen können. Wären wir nur auf den eigenen Lebens- .nnpll angewiesen, so würden uns mit den Bedingungen des bisherigen Lebens zugleich auch die Bedingungen des Lebens überhaupt entzogen. Ist aber die Erde und im weiteren Sinne die Welt 11m uns beseelt und nehmen wir schon jetzt teil an ihrem Seelenleben, ohne uns darin zu verlieren, so ist das Sterben nichts anderes als ein Hindurchbrechen aus einer niederen, engeren in eine höhere, weitere Lebenssphäre des Geistes und Leibes, dessen Glieder wir schon sind. Fechner wird nicht müde, in immer erneuten Versuchen, die Wahrscheinlichkeit dieses individuellen erhöhten jenseitigen geistigen Lebens durch Analogieeu zu erweisen und anschaulieh darzustellen 1). Der Mensch lebt auf der Erde nicht einmal, sondern dreimal. Seine erste Lebensstufe ist ein steter Schlaf, die zweite eine Abwechslung zwischen Schlaf und W achen, die dritte ein ewiges Wachen. — Auf der ersten Stufe lebt der Mensch einsam im Dunkel, auf der zweiten lebt er gesellig oder gesondert neben und zwischen anderen in einem Lichte, das ihm die Oberfläche abspiegelt, auf der dritten verflicht sich sein Leben mit dem von anderen Geistern za einem Höheren Leben in dem höchsten Geiste und schaut er in das V esen aer endlichen Dinge — Der Uebergang von der ersten zur zweiten Stufe heisst Geburt, der Ccbergaag von der zweiten zur dritten heisst Tod. Der Weg, auf dem wir von der zweiten zur dritten Stufe i J •as Hüi'hlfii) vorn Leheo Dach dem Tode; Zend-A^esta II S. 1* > 404 ־ Tagesansichi 8 47. 90 - 105

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