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Jeschurun · 1925-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1925) · p. Seite 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1925)
Date
1925-01-01
Page
Seite 17 (sequence 17)
Language
German
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Feehner's Seelc-nlehre usw. 17 Gott, aber es bestellt unabhängig von seinem Willen, Gottes Willen hat nur immer die Tendenz es immer mehr zu bessern, nicht anders als der rechte Menschenwille, nur in dem auders, was der Begriff des Höchsten andres aus ihm macht, mit einer alles überreichenden und schliesslich alles besiegenden Gewalt^ Zweifellos heisst das etwas von der Allmacht zwar nicht Gottes — denn alles was geschieht, geschieht immer nur durch Gott und in Gott; — aber etwas von der Allmacht seines höchsten Willens opfern. Aber es heisst, nur so viel opfern, dass es uns möglich wird, wahrhaftes Vertrauen auf seinen Willen in jeder höchsten und letzten Instanz zu behalten. Wer das Uebel, sei es durch Gottes freien Willen oder Zulassung, entstehen und bestehen lässt, damit nichts seinem Willen entzogen sei, der sieht in seinem Willen eben damit etwas, was das Uebel, will oder willig zulässt. Wer das Uebel unabhängig von Gottes Willen in Gott entstehen und bestehen lässt, der kann sich mit vollem Vertrauen darauf stützen, dass wenn schon der rechte menschliche Wille so viel vermag, das Uebel in kleinem Kreise dessen, was von ihm abhängt, zum Bessern zu kehren, der göttliche Wille, über alles reichend, endlich alles in dieser Beziehung vermögen wird, und — mag er auch eine Ewigkeit dazu brauchen, das unendliche Uebel einer unendlichen Welt zu bessern und zu heilen, — doch für jedes endliche Uebel endlieber Wesen auch endliche Mittel der Besserung und Heilung in der unendlichen Fülle seiner endlichen Mittel linden wird.1) D iese Auflassung Fechners vou der Notwendigkeit des Vorhandenseins des Uebels in Gott hängt, wie man sieht, eng mit seiner Seelenlehre zusammen, die Gott mit einem Teil seines Wesens in die uns sichtbare Welt hineinreicheD lässt, mit seiner Allsregenwart Ernst macht und dementsprechend auch alles in dieser Welt vorhandene Unvollkommene, sei es das Böse oder sei es das Uebel zu einen! zwar niederen aber intre״ierenden Bestandteil der ״ötilichen Persönlichkeit stempelt. Haben wir das eine zugestanden, so können wir uns der daraus Zur Seelenfrage S. 141 ff.

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