Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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12 F־ chner’8 Seelenleb re usw. Vorstellung von Gott gar nichts anfangen können. Die schroffe Betonung dieses Attributs ist entstanden zu einer Zeit, in der man den Einheitsbegriff Gottes von jeder Trübung schützen zu müssen glaubte, sie ist vielleicht nicht so sehr und sicher nicht allein die Folge konsequenter metaphysischer Gedankenarbeit als ein Protest gegen den Dualismus mancher Sekten und die Trinitätslehre des Christentums.' Nun können wir freilich mit der Theorie Fechners die göttliche Vorsehung im Einzelnen: ו7ט;הר, פרט'ת sicher nicht vereinen. Vermögen wir diese denn aber mit jener Annahme von der Unveränderlichkeit Gottes rein gedanklich zu versöhnen? Hier ist der Sprung von der in sich ruhenden Gottheit zur steten Einwirkung auf die Welt sicher noch grösser. Viel eher können wir nach Fechner, wenn auch nicht im strengen Sinne Fechner folgend jene השגהדי פ-ט־־ת erklären, wenn wir auf Grund seiner Seelenlehre unseren Leib und unsere Seele als einen Bestandteil der Erde und des Erdgeistes und damit recht eigentlich in Gott betrachten. Wir würden dann alle Schickungen, die dem Menschen begegnen, aus der Sphäre des Materiellen in die des Geistigen übertragen können. Es wäre jeder Akt der Vorsehung eine Begegnung des Willensaktcs des Menschen mit dem göttlichen Geiste. D ie Gottheit selbst reagierte, wenn wir das Wort aussprechen dürfen, nicht äusserlich durch ein Eingreifen in den Kausal• Zusammenhang und durch eine Verschiebung innerhalb der Materie auf die Handlung des Menschen, sondern durch die innige Verbindung, in der eben die menschliche Seele mit der Gottheit steht, folgte innerhalb der Welt des Geistigen eine Beeinflussung des Menschen, die ihn in eine Lage brächte, durch die die gottgewollte Folge innerhalb des Kausal• Zusammenhangs als r׳u'S .ודצגיזד sich vollzöge. Zur Erläuterung sei auf die Theorie des Maimonides1) verwiesen, der den Tod eines Menschen beim Untergang eines Schiffes, um den gesci zulässig verknüpften Naturablauf aller Dinge mit der göttlichen Vorsehung am Einzelnen in Einklang b More Nelucbim III17.