Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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10 tVchn»*!־’? Se״do.״»l»*hr« stabilisierten Harmonie von Leibnitz zu erklären und so könnten wir der Aehnlichkeiten noch viele aufzäblen, die alle darauf beruhen, dass wir auch bei Feehner, was die Grundlage der Seelenlehre betrifft, es mit einem psychophysischen Monisuaus zu tun haben. Was Feehner von Spinoza in der Metaphysik scheidet, hat er selbst ausgesprochen.ג) Darauf näher einzugehen, ist hier nicht der Ort. Für unsere ,Wertung vom Standpunkt der positiven Religion kommt hier in Betracht, dass bei Spinoza eine mechanistische Grundansicht herrscht und die Ueberzeugung von der Unmöglichkeit einer Wechsel- Wirkung zwischen der materiellen und der geistigen Welt. Beides Momente, die Fechners Seelenlehre aber energisch ausschliesst. So ist die Gottheit nach ihm eine im eigentlichen Sinne lebendige Macht. Und mit Fechners Seelenlehre begegnen wir auch einer anderen Gefahr, die der Pantheismus für die positive Religion in sich birgt. Aus dem Pantheismus folgt unbedingt die Immanenz Gottes, der Monotheismus fordert aber die Transzendenz. Gott i n der Natur sagt der eine, Gott über der Natur der andere. Gott völlig gebunden an die Natur und daher selbst in allen seinen Auswirkungen determiniert, lehrt der Pantheismus, Gott frei schaltend und waltend über der Welt, mit der Welt und in der Welt verkündet der Monotheismus. Fs scheint zunächst, als habe sich auch Feehner durch seine Identitätsphilosophie den Weg zu einer solchen Lehre der positiven Religion verbaut. Und man kann inaiiche seiner eigenen Ausführungen auch dafür in Anspruch nehmen. Aber es liegt eben in uer Weiterfübrung des Bewusstseins über das des Menschen hinaus zu dem des Erdgeistes schon der rechte Schutz gegen die Immanenz. Dieser Erdgeist ist ja nicht bloss die Summe aller menschlichen Bewusstseinsinhalte, sondern erhält darüber hinaus durch das ״übergreifeude Bewusstsein“ ein qualitativ ganz anderes. Es liegt aber in dieser Weiterführung von selbst gegeben, dass auch '׳} Zend Avcsta 4. Aufl. II S. 150 ff.