Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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8 Fechner’s Se^l^nl^hre usw. aber deshalb, weil Fechnerbei allem, was er denkt und dichtet, der unerschütterliche Glaube an Gott voranleuchtet, weil Leitstern seiner philosophischen Laufbahn immer war das Licht, das die Wahrheiten der Religion dem Sterblichen geben. Als ein Beispiel seines tiefen religiösen Empfindens folge hier sein Loblied über die Gestirne als die himmlischen Geister: ״Jedes Element hat seine lebendigen beseelten Geschöpfe, die auf eben dies Element in Bau und Lebensart eingerichtet sind. ״Glaubt man, dass das himmlische Aetbermeer, dieses reinste und feinste, schönste und klarste, allgemeinste, verbreitetste Element, dessen Wellen das Licht sind, worin die Erde selbst schwimmt, keine Geschöpfe habe, die darauf eingerichtet sind, darin zu leben? Wo sind sie, wenn nicht die Weltkörper selbst es sind? Sie aber sind vielleicht ganz auf ihr Element eingerichtet, wie der Fisch auf das Wasser, der Vogel auf die Luft, als höhere Wesen im höheren Element zu einem höheren Leben eingerichtet, wie es freilich uns in unserer niederen Weise des Seins nicht gleich ganz verständlich erscheinen wilL ״Man hat von jeher an höhere Wesen geglaubt, uie im Lichte wohnen und durch den Himmel fliegen, unbedürftig irdischer Speise und irdischen Trankes, Zwischen wesen zwischen Gott nnd den Menschen — die Enge!. Hier hat mun Wesen, die im Lichte ״ wohnen und durch den Himmel fliegen; unbedürftig ird eher Speise und irdischen Trankes, Zwischenwesen zwischen Gott und den Menschen. Und ist wirklich der Himmel das Haus der Engel, so können nur die Sterne die E gel des Himmels sein. ״Nach biblischer Auffassung sind alle nimmel voll von des Ewigen Lobe: die Engel sammeln sich in Chören, Ihm zu singen und Ihn anzubeten- So sammeln sich wirklich die Gestirne in Chören in allen Himmeln, und es wir! mit den anderen Sternen sein wie mit unserer Erde, bei der der höchste Gedanke Gott, und Gottesdienst das höchste Tun heisst. Die Erde lobsingt ihrem Gott mit tausendstimmigen Chören und neben den lauten Stimmen gebt ihr stilles Beten einher. Auf