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Jeschurun · 1925-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1925) · p. Seite 6

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Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1925)
Date
1925-01-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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6 Fechner’s Scolenlehre u.-w. Perek III Hai. 1—8 die Lehre von den Sphären und Sterben formuliert hat, sieh also vernehmen lässt: ״Alle Sterne und Sphären sind beseelte Wesen mit Erkenntnis und Vernunft begabt, sie lebeu beständig und erkennen den, der die Welt ins Erstehen rief. Sie alle, eia jeder nach seiner Bedeutung und Stufe preisen und yerherrlichfu ihren Schöpfer, wie es die Engel tun; und wie sie von ihrem Schöpfer wissen, so liaben sie auch ein eigenes Selbstbewusstsein und haben auch eine Erkenntnis der Engel, die über ihnen stehen und die Erkenntnis der Sterne und der Sphären steht unter denen der Engel aber ist eine höhere als die der Menschen.* Die weitere Ausführung dieser These finden wir im More Nebucliim II. Teil Cap. 2—12. Dort werden die Sphären im einzelnen beschrieben, ihre Bewegungen charakterisiert, die Art ihrer Körperlichkeit näher angegeben und aufgezeigt, dass inan ihre Seele sich natürlich nicht wie die der Menschen oder des Tieres denken darf, sondern dass sie entsprechend der Fei ::heit ihres Körpers, der aus einem besonderen Element besteht, auch eine eigenartige über das menschliche Fassungsvermögen hinausgehende Seele besitzen (Vgl. More N. I 72). Für Maimonides — das wollen wir nicht verhehlen — bleibt freilich die seelische Tätigkeit dieser höheren Geister auf uas rein Intellektuelle beschränkt. Dass dies Denken nach ihm aber auch ein qualitativ völlig anderes ist als das der Menschen, ein Denken, das dem Gottes viel näher stellt, von dem wir uns keine Vorstellung machen können, Ut ebenso gewiss. Doch ebenso wenig wie wir uns, bei aller Anerkennung des gewaltigen Verdienstes, das Maimonides sich für seine Zeit mit der völligen Spirit ualisierung der Gottes Vorstellung erworben hat, sklavisch an seine Auffassung von den Attributen Gottes halten, ebenso wenig werden wir es uns an deu etwas blassen und schemenhaften Vorstellungen seiner Eugeilchre genügen lassen. Sie sind es übrigens iu Wirklichkeit garnicht in dem Masse, wie wir es in deu Darstellungen der Gedankenwelt Maimonides und anderer jüdischer mittelalterlicher Denker zu lesen gewöhnt sind. Wir erinnern daran, wie zahlreiche Auf-

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