Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Fechner*s?eelenlehre usw. 5 prophetischen Visionen, weil der Mensch als Ebenbild Gottes geschaffen und diese Ebenbildlichkeit den menschlichen Körper als das Vollkommenste erscheinen lässt, die Engel die Gestalt des Menschen annehmen. Vielleicht auch deshalb, weil sie in den Erzählangen der Bibel hier auf Erden wandeln und darum diese Gestalt annehmen müssen. Es ist darum, zum mindesten unbewusst^ ein Zurückgreifen auf altjüdisches Eigentum, wenn auch die jüdischen Denker des Mittelalters die Gestirne als beseelte Wesen, als die eigentlichen Engel anselien.. Ich weiss wohl, dass das auf einem Umwege über die griechische Philosophie, besonders über die des Aristoteles geschieht. Wie stark fast alle unsere jüdischen Denker unter dem Banne der Astrologie standen, ist bekannt. Wir halten es auch heute noch, wo die Astrologie wieder etwas ernst genommen wird — ich zähle in einer angesehenen vor allem von Gelehrten und Künstlern gelesenen Zeitung binnen wenigen Wochen vier Aufsätze über das Thema — immer noch mit Maimonides, der über alle astrologische Voraussagungen das Verdikt von %לא ת<ענ verhängt ״ihr sollt nicht auf die Zeiten achten“ (Hilchoth Aboda Sara XI, S) Aber Maimonides stand mit dieser Ansicht fast allein. Der Glaube aber an die Macht der Einwirkung der Gestirne setzt den Glauben voraus, dass die Gestirne mit ganz besonderen Kräften ausgestattet sind, wie das Albo, für den die Wahrheit der astrologischen Voraussagen so untrüglich wie Sinneswahrnehmungen sind, (Ikkarim IV 4) ausdrücklich sagt: ואדזר שד;ל;נ}%ש דדים ב<ל' נפש מכבדת בכר אפשר שפלרו בנכצאים השד-ל פ אפ לו כד, שאעו נכצא אצלם vgl. das. Doch es bedarf gar nicht des Hinweises auf uen Glauben an die Astrologie. Maimonides hat nur die fast allgemeine Anschauung dos Mittelalters wiedergegeben, wenn er den himmlischen Gestirnen eine Seele zusprach. Er hat ja diesen Ausschnitt aus der jüdischen Weltanschauung kodifiziert und man möchte sagen als Dogma ausgesprochen, wenn er in seinem Jad Ilachasaka, Hilchoth Jesode Ilatliora nachdem er