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Jeschurun · 1924-11-01 · Heft 11-12 (November 1924) · p. Seite 549

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Journal
Jeschurun
Volume
11 (1924)
Issue
Heft 11-12 (November 1924)
Date
1924-11-01
Page
Seite 549 (sequence 75)
Language
German
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Sifrc zu Deut 34, 7 549 Ferner heisst es hier nicht עכשיו, sondern עד עכשו, was wohl nicht zum Vordersatz, sondern, obwohl es sachlich keinen Unterschied bedeutet, besser zum Nachsatz zu ist. Rabbi Elieser ben Jakob weiss also mit seinem אל תקרי die Ueber־ Setzung Kinn ab und deutet den Satz dahin, dass der Leichnam Moses ״bis beute״ oder nach Sifre ״noch heute״ nicht verwest sei. Bemerkenswert ist, dass Raschi in seinem Pentateuch־ kornmentar z. St. die Deutung des Sifre und die des Targum Onkclos (vgl. die Raschi-Ausgabo A. Berliners) miteinander verbinde". Volksschule oder höhere Schule? Eine Anregung. Von Dr. W. Halbe »tadt. Selon lange ist man sich darüber klar, dass unsere höheren Schulen den an sie zu stellenden Anforderungen nicht im Entferntesten genügen. Die jüdische Ausbildung erzielt — soweit sie nicht von Haus aus sehr stark unterstützt wird — nur recht unbefriedigende Ergebnisse. Man sacht Mittel, um diesem Mangel abzahelfen, auch die Hamburger Erziehungskonferenz des Keren Hathora bat sich mit dieser Frage beschäftigt, aber alle solche Mittel kurieren höchstens Symptome and können deshalb eine wesentliche Besserung kaum erzielen, denn sie fassen da3 Uebel nicht an der Wurzel. Eine Wurzel des Uebeis!nicht die ganze) ist der Mangel an Zeit und Arbeitskraft, der infolge der vom Staate an eine höhere Schule gestellten Anforderungen eintreten muss. Die Anzahl von Stunden, die dem jüdischen Unterricht zur Verfügung stehen, iet nicht viel grösser, als ia der ״Religionsschule‘ alten Sills, und wenn wir auch die Vorteile der jüdischen Schule in vieler Hinsicht durchaus nicht unterschätzen, in dieser Beziehung leistet sie nicht viel mehr als ihre Yorgängerio. Nur die günstigere Verteilung und die höhere Be- Wertung des jüdischen Unterricht fahrt immerhin zu grösseren Leistungen. Bestehen Möglichkeiten bei Aufrechterhaltung der allgemeinen Bildung, die bei den deutschen Verhältnissen eine Notwendigkeit ist, Zeit und Arbeitskraft zu gewinnen? Wir meinen, diese Frage bejahen zu können, wenn man nur alle Möglichkeiten ausnützt, welche die moderne Gestaltung des Schulwesens bietet. — Die Bestrebungen der modernen Schulreformer haben zam Ziel, den Zeitpunkt, wo die höhere Schulbildung, insbesondere die sprachliche, eiasetzt, nach Möglichkeit hinauszuschieben. Die vierjährige Grundschule ist

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