Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1924)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1924)
- Date
- 1924-11-01
- Page
- Seite 547 (sequence 73)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Sifre zu Deut. 34, 7 547 ולא נם לחה ח אליעזר כן יעקב אומר אל תקרי לא נס לחה אלא לא נס לחה עכשיו כל הנוגע גשרו של משה לחה פורחת אילך ואילך. Der Sinn des Satzes ist zwar klar. Es soll damit ausgedrückt werden, dass an den Leichnam Moses, wie Raschi in seinem Pentateuchkommentar z. St. sagt, לא שלט בר רקנין. Rätselhaft ist jedoch, was R. Elieser ben Jakob mit seinem אל תקרי meint. Schon T ossafot Ar&chin 15b (zu 15a gehörend) Stichwort אל תקרי weisen auf die Schwierigkeit hin, ohne jedoch näher auf die Sache einzugehen. Mehrere Kommentatoren interpretieren den Satz dahin, dass gemeint sei, es sei נס nicht als Perfektum, sondern ais Partizipium, als Gegenwart aufzufassen, so dass es die Zeit nach dem Tode Moses bezeichne, worauf auch der Ausdruck עכשיו hinweise, den sie zum Vordersatz ziehen. So heisst es z. B. in einer Anmerkung der Sifre-Ausgabe Malbims z. St, סי׳ אל תקרי לא נס לחה בעבר אלא לא נס ליחה כבינוני כי בשרשי נע״ו שיה נסתר בעבר ליחיד בגינוני ולזה אמר מלת עכשיו אף כשמת. In ähnlicher Weise wird der Satz mit längerer Begründung in dem bekannten Pentateuchkommentar תורה תמימה erklärt. Ebenso von Friedmann in seiner Sifre-Ausgabe, der unter anderem erwähnt, er habe in einem Sifre-Exemplar A. Jellineks eine handschriftliche Notiz gesehen, dass עכשיו zum Nachsatz gehöre. Dies sei aber falsch, vielmehr bilde es den Schluss des Vordersatzes. Auch andere Sifre-Kommentatoren interpretieren den Satz in gleichem Sinne, dass mit אל תקרי gemeint sei, נס sei nicht als Vergangenheit, sondern als Partizipium zu fassen. Ich enthalte mich einer Kritik dieser von vielen geteilten Ansicht und weise lediglich darauf hin, dass es im Sifre unmittelbar vorher heisst: ולא כהתה עיני ♦שעיניהם של מתים כהות, dass also trotz der Perfektform der Satz von Sifre auf die Gegenwart bezogen wird. Einen anders gearteten Erklärungsversuch macht Le brecht in Frankels Monatsschrift 1864 S. 275. Er sagt: ״Es heisst in dem Verse: Sein Auge trübte sich nicht, und es schwand nicht לחה, welches sehr wohl ,להד gelesen und auf das Fern. עינו bezogen werden kann, die Frische des Auges schwand nicht. Diese in nicht so hohem Grade übernatürliche Erscheinung