Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1924)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1924)
- Date
- 1924-11-01
- Page
- Seite 502 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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602 Besondere Namenswortspiele usw. begreiflicher Scheu zwecks Namengebung nicht profanieren wollte, insofern herstellen, als sich nach der Agadah (Sota 12 a) Moses Geburt im Zeichen des Lichtes vollzogen. — Eine nicht sehr schmeichelhafte Umdeutung seines Namens musste sich einmal ein R. Hamnuna gefallen lassen: לאו המנונא שמך אלא קרנונא (Kid. 25a). Hierbei scheint die Erklärung Raschis מיושבי קרנות אתה ולא נעל תורה nicht recht einleuchtend, ebensowenig die S. D. Luzattos כמו שור pp,קרנינא בעל ד, vielmehr dürfte eben hier eine Art Wortspiel vorliegen, indem aus חמ׳עונא) המנונא ,warmer Fisch“), ״ קי״ינונאkalter Fisch“ gemacht wurde. Auch Anspielungen anderer Art lassen sich in dem Namen finden. Schorr im החלוץ IX. spricht die Ansicht aus, dass manche talmudische Namen ihren Trägern nicht ursprünglich zukommen, sondern ihnen später neu beigelegt wurden, um hierdurch irgend eine Seite ihres Charakters oder ihrer Beschäftigung zum Ausdruck zu bringen. Unter anderem weist er auf Jeb. 98a hin: אמר קיאסן כשהלכתי לכרכי הים, wo dieser Name auf den mythischen Jason anspielt, dessen Meeresreisen zur Erlangung des Vliesses bekannt waren. In diesem Sinne mag auch der Name Abba Kolon in ״Vater der Kolonien״, oder ein anderesmal in ״Vater der Schande* umgedeutet worden sein (Schir b. r. I, 42), oder wurde in אבא פיקרא und בן במיה ein Hinweis auf ihre Zelotenführerschaft erblickt. (Rappaport, Erech Millin). Ebenso führte ein בן קפצר diesen seinen Namen, weil er es verstanden, mittels einer besonderen Fingerhaltung (מקמץ) den vierbuchstabigen Gottesnamen mit 4 Federn gleichzeitig niederzuschreiben*) (Joma 08 b). So wird ferner aus einen R. Jochanan אלסנדרי (j. Chag. 78, 3) ein הסנדלר Sandalenverfertiger (Aboth 4,11) wie bekanntlich aus einem Bar Kosiba, (aus der Stadt Kosiba, Kesib, oder Sohn eines Mannes ähnlichen Namens) gemäss der Deutung R. Akibas ein Bar-Kochba, Sternensohn, geworden (Grätzens Bemerkung IV, 137 ״einen Lügensohn kennen die jüd. Quellen nicht‘, würde nach Echa ». r. 2 א״ת ככב אלא מב nicht stimmen). *) A eh ע lieh Taanith 28 a: טץ׳8ה סבני סרס א י . . . ועעו סלסות.