Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1924)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1924)
- Date
- 1924-11-01
- Page
- Seite 495 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Fechner’s Seelenlehre usw. 495 den Zusammenhang des ganzen irdischen Systems, die Menschheit zu einer Einheit verknüpft. Natürlich, wenn es 80 ist, dass, alles, was über den Menschen hinausreicht, seelenlos tot ist, dann bleibt es unverständlich, wie die materiellen Dinge, die den Verkehr der Menschen vermitteln, wie die Schrift, Strassen, Telegraphendrähte usw. Geist mit Geist verbinden können. Wohl aber ist es erklärlich, wenn alles zu einem und demselben beseelten Wesen gehört, dann ist es ja Mitträger und Mitvermittler seines geistigen Lebens. Wie unsere Leiber durch das Leibliche dieses Wesens, so werden dann unsere Geister durch das davon getragene Geistige miteinander in Verbindung gesetzt. Wir müssen uns die Sache so vorstellen, dass etwas an dem Seelischen, was in uns bewusst wirkt, auch über uns hinausgreift, in eine in sich nicht bewusste materielle Sphäre hinein, und dort weiter wirkt. Alles Körperliche trägt in seinem Zusammenhänge dann dazu bei, ein höheres Bewusstsein zu tragen. Ebenso wie ja in unserem Leibe nicht die einzelne Muskel und der einzelne Nerv für sich eine Bewusstseinssphäre umfasst, sondern alle Körperteile zusammen erst Träger des Bewusstseins sind. Wir wollen die vielen weiteren Vergleiche Fechners, die uns den Gedanken an die Erdseele noch näher bringen Übergehen und nur noch kurz über die Kapitel berichten, die für die rechte Erfassung der Weltseele von besonderer Bedeutung sind, sie handeln ״vom übergreifenden höheren Bewusstsein“, ״vom höheren Sinnenleben“ und ״vom höheren Willen.“ Unsere Seele ist ein kleines Reich, wo sich allerlei Empfindungen, Gefühle, Vorstellungen und Gedanken treiben und drängen, sich vertragen und streiten, sich vergleichen und scheiden. Alles ist in vollständigem Fluss, nur eines bleibt fest, ich selbst, der diese Empfindungen, Gefühle und Gedanken hat, mein Bewusstsein. Gerade dadurch wird es erst möglich, dass sie sich streiten und vertragen, dass diese Wellen in einem gemeinsamen Flussbett verlaufen, in meinem Ich, das sie