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Jeschurun · 1924-09-01 · Heft 9-10 (September 1924) · p. Seite 472

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
11 (1924)
Issue
Heft 9-10 (September 1924)
Date
1924-09-01
Page
Seite 472 (sequence 84)
Language
German
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472 B ücherb e 8 pre chun gen weise, die verschiedenen Schwurformein eingestellt ist, sieht, dass er, ohne Nachprüfung am Urtext, durch Strack-Billerheck nicht ohne weiteres auf alles Wichtige aufmerksam gemacht wird. Die Arbeit der Heranziehung der rabbinischen Literatur zum Verständnis des Neuen Testaments ist durch. Strack-Billerbeck nicht erledigt, sondern kann und muss nun erst recht heginnen. Besonders gespannt darf man auf den 8. Bd. sein, der die Parallelen zu den neutestamentlichen Briefen, besonders zu Paulus, bringen wird. Möchte er bald erscheinen! Möchten alle, die dazu in der Lage sind, die Fertig- Stellung dieses überaus wichtigen Werkes fördern! Privatdozent Lict Fiebig, Leipzig. Em?.t Müller. Der Sohar und seine Lehre. Einleitung in die Gedankenwelt der Kabbalah. R. Löwit Verlag Wien-Berlin 1920. 79 Seiten. Das Buch macht keinen Anspruch, die wissenschaftliche Forschung über den Sohar zu bereichern. Es gibt in der Einleitung in gedrängtester Kürze eine Zusammenstellung über Ursprung, Gliederung, Ausgaben und Kommentare des Sohar und einen Blick auf die Entwickelung, der Kabbalah bis zum Chassidismus, letzteren freilich etwas allzu summarisch. Zu beanstanden ist der Satz: ״der Chassidismus stellt den Versuch dar, eine bis dahin an strenge Religionsgesetzlichkeit gebundene Volksmystik vom religiösen Formalismus und die Mystik selbst von allen äusserlichen Bindungen des Wissens und Wullens zu befreien“. Was das Hauptstück betrifft: ״ Aus der Lehre des Sohartt sich gliedernd in die Kapitel: ״das Gotteswerk“, ״das Reich des Menschen״ ,״der Bund Israels“, «Buch und Leben“, so hat ja jeder Versuch einer Systematisierung einer so vielgestaltigen vield e utigen und überaus bunten Gedanken- und En3pffndangswelt wie sie im Sohar gegeben ist, immer etwas Problematisches. Auch über die richtige Auswahl von Textproben, die am Schlüsse des Buches gegeben sind, wird man streiten können. Die getragene Sprache ist des Gegenstandes würdig, das Buch als Ganzes als Mittel der Einführung und der Anregung warm za begrüssen. g. Simon Beruf eld: Die jüdische Literatur. I. Teil Bibel, Apokryphen Hellenistisches Schrifttum. Jüdischer Verlag Berlin 1921. 196 S. Einer unserer bedeutendsten Verlagsanstalten, ja der jüdisch-nationale Verlag katexochen beauftragt einen der bedeutendsten neuhebräischen Schrift* steiler, ja wenn man die Zahl seiner Publikation berücksichtigt, vielleicht den fruchtbarsten, den bedeutsamsten Gegenstand, das dem jüdischen Volke ureigenste Produkt seines Geisteslebens, zu behandeln. Und wir erhalten? Eine Zusammenstellung der Ergebnisse der radikalsten Bibelkritik. Was christliche Gelehrte ohne die Ehrfurcht, mit der sie an ihre spezielle Bibel, an das Neue Testament herantreten, an Zerstückelung unseres Textes geleistet, was sie an — übrigens z. Zt. überwundenen — von Vorurteilen geschaffenen haltlosen Hypothesen aufgestellt, jene ganze Pragmatik, die nur

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