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Jeschurun · 1924-09-01 · Heft 9-10 (September 1924) · p. Seite 462

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
11 (1924)
Issue
Heft 9-10 (September 1924)
Date
1924-09-01
Page
Seite 462 (sequence 74)
Language
German
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462 Wandlungen der hebräischen Aussprache ״groismechtiger Keiser״ in Schriftstücken des 15. Jhdts.) mit im Spiele. Daher klingt das Cholem in letzterem Lande auch eher gleich ö als gleich oi, — vielfach, wohl unter polnischem Einflüsse, ö i oder ä i. Immerhin gehören den zwei Graden der Stammbetonung zwei Arten des Cholem an. Ebenso kann die Abstumpfung der Endsilbe י —zuä nur unter dem Machtbereiche der Druckbetonung geschehen. Die dritte Möglichkeit des Betonens, die schwebende, die im Arabischen und Ungarischen sowie in einsilbigen Sprachen vorkommt, ist bei keiner der existierenden Aussprachegruppen des Hebräischen in Anwendung. Ein Hinneigen zu ihr kann nur bei den balkanischen und orientalischen Sefardim beobachtet, und muss als Assimilation an die Sprechweise der Umgebung betrachtet werden. Eine Sprache von vollendetem Wortbau, wie es das Hebräische ist, wird selten mit schwebender Betonung anzutreffen sein. Die beiden anderen Möglichkeiten des Betonens jedoch, die der Stammsilben und die der grammatisch wichtigen Wortteile, also die gedankliche und die natürliche, können beide seit Bestehen der hebräischen Sprache nebeneinander bestanden und mögen verschiedene Anwendung gefunden haben, — etwa die eine im Leben des Alltags und die andere als Gelehrtensprache. Nicht als Beweis dagegen betrachtet werden kann die Tatsache, dass heutzutage gerade ein Gegensatz zwischen ״lamdonischen״ und grammatischem Hebräisch besteht. Denn in der Urzeit standen sich die Notwendigkeiten des Volkes und die der Lehre freundlich gegenüber. Somit ist nicht erwiesen, dass irgendeine der heute existierenden Aussprachen auch nur an Priorität den übrigen nachstehe. Und der verlorengegangene Stamm der Sprache Israels, dessen Bild die bloss aus fremden Schriften rekonstruierte ״palästinensische Punktation״ war? Auch er ist hiervon nicht auszunehmen. Aus der in der ersten Abhandlung erwähnten Transkription Opp-eaxe xoü&etp lässt sich auf ein stets oxytones Akzentuationssystem mit stark vokalzerdehnender Wirkung

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