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Jeschurun · 1924-09-01 · Heft 9-10 (September 1924) · p. Seite 459

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
11 (1924)
Issue
Heft 9-10 (September 1924)
Date
1924-09-01
Page
Seite 459 (sequence 71)
Language
German
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m^₪₪m₪₪₪₪₪₪₪m₪₪₪₪₪₪Bm₪₪m₪₪₪₪t₪m₪₪m₪₪₪m₪₪₪₪₪₪m₪m₪₪m Wandluugen der hebräischen Aussprache 459 Das ä der ersten Silbe schrumpft zu einem Halbvokale (Schwa) zusammen, das der zweiten ist zu einem Anlauf vor der Betonung verlängert (ä), das der dritten ist lang und vollbetont; das Ge8amtschema wäre also crescendo, Schwimmrythmus, 1-2-3. Die Einwirkung der Tonsilbe auf die Vokal-Länge ist also unverkennbar; zugleich aber hat sich hierbei die Verfärbung des Vokals in ihrer Abhängigkeit vom Tone gezeigt. Je stärker der Akzent, desto eindeutiger der Vokal der grammatischen Differenzieruugssilbe. Die Eindeutigkeit der Vortonsilbe ist aber Folge ihres Unbeachtetseins. Denn es ist undenkbar, dass im ursemitischen Wortklange die mittleren Silben von Worten verschiedensten Stammes ,בריכה התןןרב ,ישמר ,בכורי ,נבולים alle ausnahmslos im gleichen Masse homogen vokalisiert gewesen sein sollten. Das T solcher Silben ist ihr grammatischer Vokal und kann aus dem Stamme der Worte, ja muss aus diesem vokalische Beimischung empfangen haben; es hat bei den Semiten so wenig wie bei sonstigen Menschen rein konsonantische Wortstämme gegeben. Was die Grammatiken in diesem Sinne zu behaupten scheinen, ist nur Veranschaulichungsmittel. Und was hier vom T gesagt ist, gilt von sämtlichen Vokalen. Dieser Abschleifung in der Vortonsilbe der Sefardim entspricht die der Endsilbe bei den Aschkenasim. Und doch ist ein gradueller Unterschied vorhanden. Die Vortonsilbe braucht wenigstens soviel Länge, wie zum ״Anlauf״ auf den Ton nottut; und diese Länge lässt sich am leichtesten im mittellangen a sprechen. Also mögen unter dem Einflüsse dieses Tonsystems zahlreiche Vokalnüancen zu diesem Allerweltsvokal ausgeglichen sein, sodass die Vortonsilbe in ihrer Schablonenhaftigkeit den vollendeten Gegensatz zum Wortbilde der äthiopischen Sprache darstellt. Die prozentual wenig vorkommenden ו לוי und ~ in Vortonsilben ändern wenig an dieser Monotonie. Trotz alledem bleibt im gesunden Menschenverstände gerade die Vortonsilbe, die ja den Wortstamm enthält, der Mittelpunkt der inneren, nicht aufs Formale gerichteten Aufmerksamkeit. Deshalb darf es uns nicht wundern, wenn diese Silbe schliesslich

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