Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1924)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1924)
- Date
- 1924-09-01
- Page
- Seite 452 (sequence 64)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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452 Untersuchungen über die Entwicklung usw. Wundern ,wir uns nicht, dass zu allen Zeiten, vor aUem in denjenigen, wo die Wissenschaft der Massora unterzugehen drohte, sich — wenn auch nur wenige — Männer fanden, die ihren harten Boden bearbeiteten und so die einheitliche Ueberlieferung*) des Bibeltextes bezüglich Konsonanten, Vokalen, Akzenten usw. gewährleisteten; spiegelt sich doch in der Beschäftigung mit der Massora (יש אם למסורת;מסורת נדג לתורה) die grosse Liebe des jüdischen Volkes zu seinem Lebensbuche, die ihren glänzendsten Ausdruck darin findet, dass die ersten Massoreten die Mühe nicht scheuten, jeden einzelnen Buchstaben der Thora auf seine Echtheit zu prüfen und zu zählen, wie andere Menschen -— Edelsteine und Perlen prüfen und zählen. Mo ge diese grosse Liebe auch unserem kleinen Geschlecht nicht fehlen! Nachträge. Zu Jeschurun X 11, 12 S. 460:1 Auf eine Anfrage von wissenschaftlicher Seite sei geantwortet: Wer die zweite Figur genauer betrachtet, wird glauben, unsere Kampfstellung gegen Ginsburg sei noch stärker, wenn statt der in X angenommenen Lesart ומשמן. והיה ביום nur das Schlagwort ומשמן dort stünde. Es wäre dann anzunehmen, dass dieses (unpunktierte) Schlagwort von XMf als ומיומן, von Xp als ומשמן aufgefasst und mit dem jeweils dazu gehörigen Verszitat versehen wurde. Dadurch würde unsere Annahme einer Korrektur des X-Textes durch Xp unnötig sein. Wir schliessen uns dieser Auffassung nicht an, weil es ziemlich zweifelhaft ist, ob in X wirklich nur ein Schlagwort (ohne jedes Verszitat) gestanden hat; denn nach dem Ergebnis unserer Untersuchungen im K. III § 6 hat sich der Autor von X die wichtige Aufgabe gestellt, die einzelnen Schlagwörter mit Verszitaten zu versehen. Wenn es auch nicht auf alle Fälle (d. h. auf jedes Schlagwort in jeder Liste) zutrifft, so sind diese doch als Ausnahmefälle zu bewerten; und mit der Annahme eines solchen wollten wir — vor allem in einer Kontroverse —״ nicht operieren. *) Kein Werk der grossen Weltliteratur kann, auch nur in geringem Masse, diesbezüglich mit dem Bibeltext verglichen werden.