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Jeschurun · 1924-09-01 · Heft 9-10 (September 1924) · p. Seite 448

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
11 (1924)
Issue
Heft 9-10 (September 1924)
Date
1924-09-01
Page
Seite 448 (sequence 60)
Language
German
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448 Untersuchungen über die Entwicklung usw. Stellen mit ולא אבה zusammenstellt. Man könnte sich nun wundern, dass die fünfte und letzte Thorastelle, nämlich Ex 10,27, wo אבה mit לא verbunden ist, weder in der erstgenannten Angabe (mit לא) noch in der zuletzt genannten Liste (mit ולא) vorkommt. Darauf lautet die Antwort: In der zuletzt genannten Massoraangabe sind nicht alle Stellen mit ולא אבה genannt, sondern nur diejenigen Verse, welche mit dieser Wortverbindung b e ־ ginnen. Es gibt daher ausser der Exodus-Stelle noch andere, welche in keiner der beiden Massorangaben aufgeführt sind, z. B. 1 S 31,4 || Jud 11,1718). Samuel Elieser ben Jeh u d a Ha-leviEdels (מהרש״א) zitiert in seinem Talmudkommentar z. St. eine Stelle aus Baruch ben Isaaks Werk ספר התרומה (sie steht in der Ausgabe Venedig 1523 Kap. 133), nach welcher דם מ״ כי in חסרים korrigiert werden soll. Salomo Lorie (מהרש״ל) in seinem Talmudkommentar z. St. erklärt דסמיכי in der Weise, dass der Sinn der Massoraangabe sei, die Bibelstellen anzuführen, in welchen die beiden Wörter לא אבה mit Makkef verbunden sind. Beide Erklärungen sind aber schwierig. Der Terminus חסרים kommt in der Massora nur in der Bedeutung der Defektiv- Schreibung (bei matres lectionis) vor, nicht aber bei Beispielen, wo ein Wau copulativum fehlt. Die zweite Erklärung ist noch viel bedenklicher. Denn das in Dt 25,7 stehende לא אבה hat in unseren Ausgaben nicht Makkef. Auch in Ginsburgs Bibelausgaben ist keine einzige solche Lesart angegeben. Wie in Wirklichkeit der Terminus דסמיכי aufgefasst werden muss, ist klar. Seine Bedeutung ist ״nebeneinanderstehend als Wortverbindung*. דסמיכי kommt in 1S) Dieselbe Schlussfolgerung aus der Gemara *um Beweise der Richtigkeit der Lesart לא אבה zieht auch eine Anmerkung (Nr. III) im Mb H im Namen eines R. Jehuda bar Josef. Was sich aus dem Umstand, dass er Tosafot nicht erwähnt, für die relativ-zeitliche Stellung ergibt, welche dieser Gelehrte zu dem Redaktor unserer TosafotsteUe einnimmt, wird bei der Erläuterung der H-Anmerkungen im späteren Verlauf der Arbeit erörtert werden.

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