Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1924)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1924)
- Date
- 1924-09-01
- Page
- Seite 439 (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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- Rashi 1× ep/1002670
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Gegenbemerkung 439 vorher alles Gebotene tun, — so wird auch in diesen Worten das ״tun״ betont, d. h.: המעשה עקר ולא המדרש. Hätte Eleasar dem Izates sagen trollen, dass das Lernen des Gesetzes von untergeordneter Bedeutung sei (»erst tun, dann lernen״), so waren seine weiteren Worte nicht recht verständlich: ״wenn du in deinem Studium bis zu diesem Gesetze noch nicht gekommen bist, und also nicht weisst, wie gross dein Vergehen ist, so lies es jetzt״, d. h. er möge also dennoch früher lesen, damit er seine Schuld erkenne, oder »damit er keine Ausrede mehr habe״ — und dann erst tun. E8 soll aber nicht die zeitliche Reihenfolge von »Tun״ und »Lernen״, sondern die Bedeutsamkeit des »Tuns״ über dem »Lernen״ hervorgehoben werden. — Was das von P o s n e r herangezogene Bibelwort בעשה ונשמע betrifft, so wurde daraus wohl niemals gefolgert: ״erst tun, dann lernen״. Wohl wird von späteren Lehrern (R. Simai und R. Elasar: b Sabbat 88a) die besondere Verdienstlichkeit dieser Aeasserung Israels hervorgehoben, doch liegt dies in dem unbedingten Vertrauen auf Gott, dass Er Israel nur gute Gesetze geben werde (88b oben: אבן דסגינן בשלומותא, dazu Raschi: . . . סמכנו עליו שלא ימעננו בדבר שלא נובל לעמוד בו!. Der ältere in den Mechilta d. R. S. b. J. angeführte Midrasch bemerkt zu נעשה (H 19,8): מקבלין אט עלינו, aber die zeitliche Voranstellung des Tuns wird nicht betont. Der späte מדרש אבכיר (angeführt im Jalkut Ende 276) sagt: ראוי חיה לומר נשמע ונעשה וכר; die richtige Folge ist also: zuerst lernen, dann das Gelernte tun; nur ist dem Tun ein grösserer Wert, als dem Studium beizulegen. ad 2) sei bemerkt, dass in der jüd. Tradition wohl כפר סכניא statt des kürzeren (סיכבי(ן vorkommt (s. ״Jeschurun“ 1923, 234 Anm. 17), jedoeh bei Josephus nur 2lürfav7; (und Varianten) ohne xcoj1.tq erscheint (s. S c h 1 a 11 e r, die hebr. Namen bei Jos. S. 82). Demnach muss xcojios in V 37 zu xa<p apaft gehören und da Josephns dem eigentlichen Namen schon xacpap — כסר voranstellte, so wird man in xcnjxo? nicht x<1>p.7j vermuten dürfen. Wie ich später bemerkte, schreibt auch S c h 1 a 11 e r a. a. O. S. 68 mit Bezug auf V 37 (188) . .. »hier stand vielleicht xacpapaxm?‘*: er nimmt also auch die Möglichkeit der Streichung von 0־ an. Da ich bei den Ortsnamen bin, so möchte ich noch zu S. 235 er־ gänzend hinzufügen, dass der Name von כסר נחום bei Jos. B HI 10, 8 dem hebräischen Namen mehr entsprechend xacpapavaoüp. geschrieben wird. — Ebendort zu בית שערים sei bemerkt, dass D a 1 m a n PaL-Jahrb. 1922/23 S. 38 f. die Stella dieses für die Geschichte der Tannaimzeit bedeutenden Ortes bei Dscheda westlich פימוניא nachgewiesen hat.