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Jeschurun · 1924-09-01 · Heft 9-10 (September 1924) · p. Seite 424

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
11 (1924)
Issue
Heft 9-10 (September 1924)
Date
1924-09-01
Page
Seite 424 (sequence 36)
Language
German
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424 Der Selbstäadigkeitsgrad usw. genannten Forschern (Gardiner usw.) anerkannt worden ist. Die althebräische Schrift, die also schon zu Moses Zeit existierte, ha sich wiederum als eine verhältnismässig selbstständige Art von Vereinfachung der ägyptischen Scbriftzüge erwiesen. II. Wie ferner steht es mit der Selbständigkeit der hebräischen Kultur, wenn nun die Fertigkeiten und Künste in Betracht gezogen werden? , labezug auf dieses weite Gebiet mag zunächst das richtig sein, was vor kurzem betont worden ist1), dass die fortgeschrittene Art des Ackerbaus, welche „die Pflugkultur“ genannt wird, von den Babyloniern in ihrer Tiefebene gefördert worden sei. Aber wer darf in dem ungemessenen Gebiete der praktischen Erfindungen einem einzigen Volke anstatt vielen oder allen den Ruhm des ersten Probierens zusprechen? Das ist auch zu bedenken, wenn in phönizischen Ueberlieferungen2 * *) viele Erfinder genannt werden, die z. B. den Angelhaken, die aus Pferdehaaren geflochtene Angelschnur und das Floss erfunden hätten. Ebendasselbe gilt ja auch, wenn darauf hingewiesen worden ist, dass die Babylonier ganz gewaltige Mauern aus Tonziegeln aufgeführt und auch schon den Gewölbebau gekannt haben8). Auf jeden Fall sind staunenswerte Leistungen im Mauerbau und in der Herstellung von Tunneln auch bei den Hebräern zu erwähnen. Denn wie grossartig ist die Verwendung yon fugenrändrigen Quadern, die noch nach Jahrtausenden am Unterbau des Tempels in Jerusalem das Auge des Beobachters fesseln! Wie bemerkenswert ist doch auch die Durchtunnelung des Tempelberges, durch die der bekannte Siloahkanal hergestellt wurde, der das Wasser der am Ostrand des Tempel- *) von Ed. Hahn in der Deutschen Literaturzeitung (1911) Sp. 2680 f. 2) Aus Philo Byblius bei Eusebius aufbewahrt, in ihrem ganzen Umfange wörtlich übersetzt in „Die Genesis usw.“ (Dez. 1924), 283. 302. *) Prd. Delitzsch in dem Schriftehen „Mehr Licht“ (1907), S. 31.

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