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Jeschurun · 1924-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1924) · p. Seite 358

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
11 (1924)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1924)
Date
1924-07-01
Page
Seite 358 (sequence 52)
Language
German
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858 Die Ansichten des Maimonides und Nachmanides usw. dürfen wir meinen, dass überall, wo man im Talmud [unsere Weisen] etwas auf eine der 13 Regeln zurückftihTen sieht, es sich nur um rabbinische Vorschriften handelt: denn manchmal wird eine Auslegung von M0se3 am Sinai empfangen sein. Daher ist der Richtige Standpunkt: überall, wo man [eine Vorschrift] nicht in der Tora geschrieben findet, wohl aber im Talmud, dass nämlich [die Weisen] sie mit Hilfe einer der 13 Deutungsregeln abgeleitet [haben, ist zu unterscheiden]: wenn sie selbst erklärend sagen, dass [die Vorschrift] eigentliches Toragebot גוף תורה oder toraitisch דאורייתא ist, so kann man sie [zu den 613 Torageboten] zählen, nach dem ihre Ueberlieferer sagen, dass sie toraitisch ist. Wenn sie dieses aber nicht erklären und nicht darüber sprechen, so ist [die Vorschrift] nur als rabbinisch zu betrachten, da kein Schriftvers sie ausdrücklich lehrt״. Nach Maimonides beweist also die Tatsache, dass ein Gebot mit Hilfe einer der 13 Deutungsregeln aus dem Schriftverse abgeleitet wird, durchaus nicht seinen toraitischen Charakter. Das Kriterium hierfür ist die Bestimmung unserer Weisen. Wo eine solche fehlt, ist das betreffende Gebot nur als rabbinisch anzuaehen. Am Schlüsse des zweiten Kapitels heisst es dann4): ״Es ist bereits erklärt worden, dass zu den 613 Geboten, welche dem Moses am Sinai gesagt sind, nicht alles gerechnet wird, was man mit Hilfe der 13 Deutungsregeln ablernt, nicht einmal zu seiner (des Moses) Zeit, um wieviel weniger, was man erst in späterer Zeit folgerte. Aber das wird [zu den 613 Geboten] gezählt, was von ihm (dem Moses) als Erklärung [am Sinai] empfangen wurde. Das ist dasjenige, von dem die Ueberlieferer erklärend sagen, dass seine Ausführung verboten sei, und zwar sei das Verbot toraitisch דאורייתא oder sie sagen, es sei eigentliches 4) כבר התבאר כי תרי״ג מצוות שנאמרו לו למשה בסיני לא ימנה בהן כל מה שילמדו בי״ג מדות ואפילו בזמנו ע׳־׳ה כ״ש שלא ימנה בהן כל מה שהוציאו באחרית הזמן אכל אמנם ימנה מה שהיה פירוש (בצ״ל כמו שהוא בהוצאת העליר פיעטרקוב תרע״ד) מקובל ממנו והוא שיבארו המעתיקים ואמרו שזה הדבר אפור לעשותו ואסודו דאורייתא או יאמרו שהוא גוף התורה הנה נמנה אותו כי הוא נודע כקבלה ולא בהקש ואמנם זכרו ההקש בו והביאו ראיה עליו באהת מי״ג מדות להראות חכמת הכתוב.

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