Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1924)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1924)
- Date
- 1924-07-01
- Page
- Seite 338 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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888 Einige messianologische Vorstellungen usw. Buber 20a, b. Sabbath 145B; b. Jomah 54a Pesikta, ed. Buber 113B, die bestätigen, dass der Text in Unordnung geraten ist). Trotz der Unordnung der Texte ist der Agada zu entnehmen, dass die Amoräer richtig urteilten, wenn sie in den tannaitischen Lehrsätzen die Ansicht vorfanden, dass die nationale Katastrophe als eine Heilstat der Sündenvergebung aufzufassen sei. Mit Hilfe sämtlicher Parallel stellen liesse sich vielleicht der Text folgendermassen rekonstruieren: חלפחא p אמר רני יוסי חמשים ושתים [שנה לא נראה עוף טס בארץ ישראל ושבע] שנים לא עבד אדם בארץ ישראל/ כמה שכתוב בי נצתו איש מבלי עובר ובד. באותן שבע שנים שרייתה ארץ ישראל בוערת באש ובד. Sollte R. Jose ben Halafta an die Zustände nach der Zerstörung des zweiten Tempels gedacht haben, so hätten wir einen neuen Beweis für die Annahme, dass nach 68 die Juden Judaea wieder besuchen konnten. Die erste Annahme von 52 Jahren kann nicht richtig sein, denn wir haben positive Nachrichten, wie früher gezeigt worden ist, von Besuchen der Gelehrten in Judaea. Aber selbst wenn die Nachrichten nur auf die Zeit nach dem ersten Tempel Bezug haben sollten, kann man den Text ohne Veränderung nicht annehmen. Beachtenswert erscheint auch in diesem Zusammenhänge ein Gedanke, der häufig in der Agada wiederkehrt. Ein anonymer Agadist lässt den Propheten Jesaja, als Menasse das Götzenbild im Heiligtume aufgestellt hat, zum Volke sprechen: Was überhebt ihr euch mit diesem Tempel, den ihr erbaut habet? Weder die oberen noch die unteren (Regionen) können meine Herrlichkeit fassen! Fürwahr, da denkt ihr, dass ich dieses Haus benötige? Wahrlich, bald wird Nebukadnezar kommen, den Tempel zerstören und euch vertreiben! (Pesikta rabbati c. 14, ed. Friedmann 14 a). In anderer Form wird der Gedanke variiert in Midr. Cant. ed. Grünhut 46 B, wo es heisst: ״So lange Israel im heiligen Lande lebte und das Verdienst des Heiligtums, der Opfer ihnen gesichert war, da suchte es nicht Gottes Freundschaft und wandelte im Rate des bösen Triebes. Erst nach der Zerstörung des Tempels und der Zerstreuung unter den Völkern, sagten sie: Möge doch Gott seiner Freundschaft gedenken