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Jeschurun · 1924-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1924) · p. Seite 337

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
11 (1924)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1924)
Date
1924-07-01
Page
Seite 337 (sequence 31)
Language
German
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Einige messianologische Vorstellungen usw. 837 zerstöre es, Israel aber wird errettet, vgl. Lam. 2,4 (Pesikta r. ed. Friedmann 7a). Im Midrasch zu den Klageliedern (ed. Buber p. 74 b.) findet sich der Gedanke in folgender Fassung im Namen des R. Eleasar ben Pedath (vgl. Bubers Note nr. ס״ה):• Man sagte zu Asaph (Ps. 79,1), Gott hat sein Heiligtum zerstört, du sitzt und singst? Asaph sagte zu ihnen: Ich singe, weil Gott seinen Zorn auf Holz und Stein ausgegossen hat, und nicht über Israel. Im Midrasch zu den Psalmen (ed. Buber p. 366) sagt Asaph: Hat Gott nicht wohlgetan, dass er seinen Zorn gegen Holz und Stein losgelöst hat, nicht aber' auf seine Kinder? Die Zerstörung des Tempels wird auch hier als eine göttliche Gnadentat erwiesen, aber nicht al3 ein Zeugnis für Israels Verwerfung. Deutlich wird die Lehre, dass die Zerstörung des Tempels und die Verwüstung des heiligen Landes als eine Sühne aufzufassen sei, in der folgenden Stelle ausgedrückt. Die Lehrer des dritten Jahrhunderts behandelten die Frage, ob alle Toten, die in Palästina begraben worden sind, zum Leben gelangen werden in den messianischen Zeiten. R. Ami fragte R. Simon ben Lakish: Auch Jerobeam ben Nebath? R. Simon ben Lakish antwortete lakonisch: Schwefel und Salz! R. Helbo stellte die« selbe Frage an R. Ami, und dieser wiederholte R S b L’s Worte. R. Berechja fragte dasselbe R. Helbo, und dieser wiederholte was R. Ami von R S b L. gehört hatte. R. Berechja kommentiert die Antwort des R S b L. Die Frevler werden sonst in der Hölle mit Schwefel und Salz bestraft, durch die Zerstörung des Tempels aber haben sie diese Strafe bereits erhalten. Hierauf werden zwei Sätze, die in den Quellen zitiert werden, erwähnt. Der eine gehört dem R. Jehuda ben Ilai an, der sagt, dass das heilige Land sieben Jahre von Schwefel und Salz brannte. R. Jose ben Halafta sagt: 52 Jahre konnte kein Mensch Palästina betreten, denn es brannte von Feuer, das vom Himmel kam. Wozu? Um Jerobeam ben Nebath und Genossen zu bestrafen, damit sie sündenfrei zum Leben erwachen können in der messianischen Zeit (Pesikta r. 3 a, verschiedene Varianten Seder olam c. 27, pal. Tannith 4, 8, Midr. Lam. ed.

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