Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1924)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1924)
- Date
- 1924-07-01
- Page
- Seite 335 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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- Isaiah 1× ep/1005097
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Eicige messianologische Vorstellungen usw. 335 yertilgen! Gott bemerkte, dass die Völker sich am Untergange Israels freuen, da verwandelte Er die Zurechtweisung in Gnade, und sagte: Wenn euere Sünden wie scharlachrot sind usw. Als die Völker das hörten, wunderten sie sich und sagten: Ist das eine Antwort? nennt man das eine Zurechtweisung? Wahrlich er wollte nur seinen Kindern seine Liebe beteuern. Zweitens als sie das Wort hörten: Höret ihr Berge den Streit des Herrn mit Judah usw. (Michail 6, 2 und 5). Drittens als Er sagte: Ein Streit des Herrn mit Judah (Hos. 12, 3 und 4). Es ist mit einer Witwe vergleichbar, die gegen ihren Sohn vor dem Richter Klage führt. Als die Witwe den strengen Richter sah, der keine Schonung kennt und ihren Sohn töten wird, dachte sie sich, der Mann wird meinen Sohn gewiss mit dem Tode bestrafen. Sie wartete bis der Richter seine Angelegenheiten erledigte. Der Richter sagte dann zur Witwe: Was hat denn dein Sohn eigentlich begangen? Die Witwe: Als er noch im Mutterleibe gewesen war, da hat er mich tüchtig gestossen! Richter: Was hat er sonst getan? Witwe : Weiter nichts. Richter: So, geh! an dieser Sache ist nichts! Da wunderten sich die Anwesenden und sagten: Ist das eine Antwort? eine Zurechtweisung? sie kam ja nur, um ihre Liebe noch deutlicher kundzutun! (Pesikta 76b —77a, Lev. r. 27. Cant. r. 5, 16. Num. r. 10, Tanh. 13 § אמרר). Fanatische Missionäre lasen aus ihren Textbüchern gesammelte Stellen aus den Propheten Hosea, Micha und Jesaja, um die Verwerfung Israels zu beweisen, den Mut des Volkes zu brechen, das Selbstbewustsein der Juden zu schwächen, den Stolz der Nation in den Staub zu zerren! Der Agadist tritt diesen Behauptungen mit guten Argumenten entgegen. Wozu diese Mahnungen der Propheten nach Willkür aus den Zusammenhang zerren? Man lese dieselben, wie sie geschrieben stehen und man wird nicht die Verwerfung Israels, sondern Gottes unaufhörliche, ewige Liebe zu seinem Volke darin finden. In einer zweiten Homilie sagt derselbe Agadist: Wenn eine Burg fällt, so bleibt der Name der Burg, und wenn ein Misthaufen (קיקלא) erhoben wird, so bleibt er doch ein Misthaufen.