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Jeschurun · 1924-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1924) · p. Seite 334

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
11 (1924)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1924)
Date
1924-07-01
Page
Seite 334 (sequence 28)
Language
German
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334 Einige messianologische Vorstellungen usw. wird die junge Dame von ihren Freundinnen zur Verzweiflung gebracht. Sie sagen zur Braut: Dein Gemahl hat dich gewiss verworfen, gelr und heirate einen anderen Mann! Sie seufzt und weint, geht in ihr Gemach und nimmt ihr Heiratsdokument hervor, liest darin, beruhigt sich und wartet in Treue auf ihren Gemahl. Nach Jahren kommt dieser zurück, und sagt: Ich bin wirklich erstaunt ob deiner Treue, dass du so lange auf mich gewartet hast und deinem Versprechen treu geblieben bist! Sie antwortet: Du hast es deinem Heiratsdokument zu verdanken, das mich in der Ausdauer bestärkt hat! Dasselbe ist mit Israel der Fall! Die Völker der Welt sagen zu uns : Euer Gott hat keinen Wohlgefallen mehr an Euch, Er hat euch verworfen, Er hat seine Herrlichkeit aus eurer Mitte entfernt. Kommet, und schliesset euch uns an! Wir werden euch hohe bürgerliche Stellen geben! Israel antwortet: Wir gehen in unsere Synagogen und Lehrhäuser, wo wir unsere Lehre lesen und finden dort unsern Trost. Gott wird in Zukunft des Königs Frage wiederholen und wir werden antworten: die Thora, die Synagogen, die Lehrhäuser, sie haben unsern Glauben an Gott lebendig erhalten! (Lam. r. 3,2i; Pesikta ed. Buber, 139 b, Pes. r. 109 a). Da R. Jochanan die Völker als Machthaber, die hohe Würden und Aemter verleihen können, darstellt, so kann es sich hier nicht um Christen, sondern nur um Heiden handeln. Wir haben auch sonst Zeugen, dass die Lehrer der diocletianisehen Zeit häufig auf unser Problem zurückkommen. Besonders eingehend hat R. Samuel b. Nah man i, der Agadist, dem wir die angeführten messianologischen Sprüche verdanken, mit der Frage über die Verwerfung Israels beschäftigt. In einer langen Predigt führt R. S. b. N. aus, dass die Völker der Welt dreimal eine riesige Freude empfunden haben, als sie hörten, dass Gott im Begriffe sei, Israel zurechtzuweisen. Als die hörten: Kommt doch, dass wir rechten xJes. 1, 28), da dachten sie: Wie können sie rechten mit ihrem Schöpfer? Wohl, jetzt wird Er sie aus der Welt schaffen und

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