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Jeschurun · 1924-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1924) · p. Seite 245

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
11 (1924)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1924)
Date
1924-05-01
Page
Seite 245 (sequence 23)
Language
German
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R. Awrohom Eli jo Kaplan זצ״ל. 245 und Lehren, sein Denken und Ueben, so auch sein Singen und Sagen und löst die Trauer in ein wehmütig-frohes Gedenken. Geist und Herz, Denken und Empfinden war bei ihm eine Einheit. Wie er oft eine Brücke schlug zwischen Halacha und Agada, ist in dieser doch in der Tat das Wesentliche jüdischer Weltanschauung niedergelegt, so hat er gerade im Anschluss an seinen letzten Schiur auf Grund des halacbischen Satzes המקדיש עבדו יצא לחרות דליהוי עם קדוש קאמר und seinen letzten Mussaraussprachen T0r seinem Tode den Begriff der jüdischen Heiligkeit entwickelt, ein Symbol für sein Leben und Sterben. Ein Wahrzeichen, auch für uns aufgerichtet, dass wir, ein jeder nach seinen Kräften,, gleich ihm wandeln מסלת ישרים den Weg der Frommen. J. W. Goethe, Friedrich Delitzsch und das Zehnwort. Von Rabbiner Dr. J. Horovitz, Frankfurt a. Main. Die folgenden Ausführungen sind einer von mir vor längerer־ Zeit geschriebenen, aber bisher unveröffentlicht gebliebenen Kritik des Buches von Friedrich Delitzsch ״Die grosse Täuschung* entnommen. Ich gebe sie unverändert so wieder, wie sie damals niedergeschrieben worden sind. Leider sind sie in der Hauptsache noch heute aktuell. Friedrich Delitzsch ist inzwischen immer mehr das Haupt und das Vorbild des immer grösser werdenden Kreises derer geworden, die sich darin gefallen, unsere Bibel zu schmähen und damit die Grundlage auch ihrer Väterreligion zu unterwühlen. Indem ich mir Vorbehalte, andere Teile meiner Darlegungen an anderer Stelle zur Kenntnis zu bringen,, will ich hier das ergänzen, was A. Blau den Lesern des Jeschurun in seiner aufschlussreichen Besprechung des Buches von L. Deutschländer: Goethe und das A. T. mitgeteilt hat. L. Deutschländer, dem meine Abhandlung Vorgelegen hat, verweist S. 191 auf sie.

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