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Jeschurun · 1924-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1924) · p. Seite 244

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
11 (1924)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1924)
Date
1924-05-01
Page
Seite 244 (sequence 22)
Language
German
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244 R. Awrohom Eli jo Kaplan זצ״ל. keit für das, was er ihnen an Wissensschätzen bot. Es war der Mensch und der Jehudi in seiner Vollendung, der ihr Herz gewonnen, dessen nach Art des Mussar schlichte Seelenweckung sie mit dürstender Seele aufnahmeit, weil sie eben von diesem Lehrer kam. Und zuletzt: es war ihm auch die besondere Gnade geworden, dass ihn die Vorsehung auf die Sonnenseite des Lebens gestellt und er darum zu jenem Sonnenkinde wurde, das überall Freude ausstrahlte, wohin seine Bahn es nur führte. Nicht dass ihm Prüfungen erspart geblieben, nicht dass die Sorge nicht an seinem Wege gestanden. Aber den immer heiteren Sinn, gepflegt und gestärkt freilich durch ein unerschütterliches Gottvertrauen, ein durch seine ungewöhnlichen Veranlagungen und die dadurch auf allen Gebieten erreichten Erfolge gesteigertes Lebensgefühl, ein von Natur allem Schönen und Guten zugewandter Trieb, dessen Kraft sich nicht in erbitterten Kämpfen verzettelte, ein gütiges alle Menschen mit aufrichtiger Liebe umfassendes Herz, eine von jedem Neid und kleinlichen Ehrgeiz freie Seele, das alles in einem Menschen vereint, musste einen jeden, der nur immer ihm näher trat, für immer an ihn fesseln. Das Bild wäre nicht vollständig, wenn wir nicht von der Weihe sprächen, die über ihn beim Gebete ausgegossen war, des rechter Zeuge freilich nur der werden konnte, der mit ihm in seiner Heimat wrar, zu der er noch im letzten Ellul und Tischri wieder gereist, um aus dem mütterlichen Boden die eingeborene Kraft des rechten Gottesdienens zu erneuern. Wie schwang seine Seele sich empor in den Semiroth des Sabbats, in den Gelegenheitsgesängen, zum Teil eigener Komposition, mit denen er jede .סעודה של מצוד zu einer wahren »שמחד. של מצוד zu gestalten wusste. Wie war da Anmut ausgegossen auf seinen Lippen, wie leuchtete da ein Strahl seligen Entzückens auf, ein Abglanz der Freude der jenseitigen Welt. Auch das eine Forderung des Mussar: Man müsse, wie er einmal sagte, mit einem vom eigenem Leid zerrissenen Herzen teilnehmen können an einem Hochzeitsmahle und der Pflicht genügen, Bräutigam und Braut zu erfreuen. So lebt er in unserer Mitte fort, wie sein Lernen

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