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Jeschurun · 1924-03-01 · Heft 3-4 (März 1924) · p. Seite 165

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
11 (1924)
Issue
Heft 3-4 (März 1924)
Date
1924-03-01
Page
Seite 165 (sequence 42)
Language
German
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Zur politischen Geschichte usw. 166 52 Jahre, begann aber erst einige Jahre nach dem Kriege des Titus; 2) schon im Jahre 122/23 begann der Umschlag der ursprünglich judenfreundlichen Politik Hadrians und damit hörte die günstige Lage Betars auf. Die Aenderung der Hadrianischen Politik den Juden gegenüber haben wir im Texte unserer Arbeit z. T. mit der wachsenden Parthergefahr zu erklären versucht]. Zuerst wurde der Aufstand von Hadrian unterschätzt. Als aber der anfängliche Kleinkrieg mit dem dauernden Sieg der Juden unter Ben Kosiba zu enden schien, dieser sich als unabhängiger König und Messias der Juden fühlte und die Folgen der lokalen Erhebung sich im ganzen Orient bemerkbar machten, hielt es Hadrian für geraten, im Anfang des Sommers 129 Syrien und dann Aegypten aufzusuchen. In Syrien (vielleicht auch früher) wurde er sich des ganzen Ernstes der Lage bewusst und berief Julius Severus nach Judäa. Späterhin, im Herbst des Jahres 129, kam dieser dann nach Palästina und im Laufe einiger Monate (oder fast eines Jahres) gelang es ihm, den Ben Kosiba in die Verteidigung zu drängen und nach 3 1/נ Jahren, im Spätsommer 133, Betar zu erobern. Ist unsere Annahme richtig, so würde Dio Cassius 69,11 vom Jahre 126 sprechen, die beiden nächsten Kapitel die Ereignisse von 126—133 zusammenfassen. Auch würde es erklärlich, dass Spartian 14,2 schreibt: ״moverunt ea tempestate et Judaei bellum״ und dann die Ereignisse der bekannten ägyptischen Beise des Jahres 130 erzählt. Nur hat der Verfasser dieser Stelle die ägyptischen Reisen des Jahres 126 und 130 zusammengeworfen (vgl. hierzu Komemann, Kaiser Hadrian S. 52). Die talmuäischen Berichte scheinen die Anwesenheit Hadrians bei der Zerstörung Betars anzunehmen — obwohl es nicht unmöglich wäre, dass mit Hadrian sein Stellvertreter, der römische Befehlshaber, gemeint wäre —; auch die Bemerkung Dio s 69,11, der Kaiser habe in seinem Bericht an den Senat der grossen Verluste wegen die übliche Phrase: *ich und das Heer sind wohl״ weggelasseu, setzt voraus, dass Hadrian persönlich den Krieg beendigt hat. Da nun Betar am 9. Ab fiel, und Hadrians Anwesenheit in Rom für den 5. Mai 134 bezeugt ist (Dürr, S.33, WeberS. 276), so ist die Zerstörung Betars für

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