Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1924)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1924)
- Date
- 1924-03-01
- Page
- Seite 164 (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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164 Zur politischen Geschichte usw. lang in völliger Ruhe zugebracht hatte, bis dann die Unruhen begannen, an deren Ende die Stadt zerstört wurde. Im Gegensatz zu Halevy glauben wir nicht, dass die Bemerkung Dio’s 69,12 -irapovxos... xal au&ic sv ׳qj Sopia... ־yjco^aCcv auf das Jahr 123 zu beziehen ist. Dennn vorher (69,11) sagt Dio: acptxopievos 8s s? x7]V c EXXaoa s~ü>׳jrx£üas xa p.0Gx7jp1a 81a Ioooaiac pLsxa xauxa £fc Al^ütcxov ׳rcaptaiv... Also war Hadrian vor dieser Orientreise in Griechenland gewesen und dort in die Mysterien aufgenommen. Dieses aber war nach dem Orientaufenthalt des Jahres 123. Nach langsamer Rückreise von der parthischen Grenze durch Kleinasien und den Archipel kam er erst im Jahre 124 nach Griechenland, wo er sich in Eleusis in die Mysterien einführen liess. Nach langem Aufenthalt in Griechenland kehrte der Kaiser über Sizilien im Jahre 125 nach Rom zurück. Im September dieses Jahres war er in seiner Villa in Tibur (Weber, Untersuchungen zur Gesch. des Kaisers Hadrian S. 197). Aus dem Jahre 126 sind nur zwei Inschriften bekannt, aus denen Hadrians Anwesenheit in Rom hervorzugehen scheint. Für die Monate Februar und März des Jahres 127 ist sein Aufenthalt in Rom bezeugt (Weber S. 199). Wir glauben nun, dass Hadrian im Jahre 126 nach Judäa und Aegypten und von dort nach Syrien reiste und die zitierten Stellen aus Dio 69,11 und 12 sich auf diese Reise beziehen und die Worte sv xf 2öpta ihre Erklärung finden durch die Orientreise des Jahres 123, da Hadrian vor und nach seiner Zusammenkunft mit dem Partherkönig in Syrien war. Bei unserer Annahme finden die zitierten Stellen aus Dio 69,11 und 12 ihre ungezwungene Erklärung. Nach der damaligen Abreise des Kaisers aus Syrien, also im Jahre 126, ist dann der jüdische Aufstand ausgebrochen, als Folge der Anordnung, Jerusalem als heidnische Stadt zu erbauen, und des Verbotes der Beschneidung. [Uebrigens nimmt auch Halevy (S. 610/12) eine Orientreise im Jahre 125/26 an]. Der Krieg hat dann etwa 7 Jahre gedauert. [Die oben zitierte Notiz (j. Ta’an. IV, 5) ג״ב שנה עשת כיתר widerspricht unserer Annahme nicht. Sie lässt dann zwei Erklärungen zu: 1) die günstige Lage der Stadt in der Periode nach der Tempelzerstörung währte