Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1924-03-01 · Heft 3-4 (März 1924) · p. Seite 152

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
11 (1924)
Issue
Heft 3-4 (März 1924)
Date
1924-03-01
Page
Seite 152 (sequence 29)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2292929-2293027-2293029--06831-2300116
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

152 Eine angebliche Verordnung Hadrians R. Josiah war ein Zeitgenosse des R. Meir. Issi ben Jehuda, ein anderer Zeitgenosse R. Meirs predigt dem Geschlechte der verzweifelten Augenzeugen der Niederlage Bar Kochbas, dass sie ohne Gefahr den alten Brauch der Wallfahrt fortsetzen mögen. Seine Worte bilden ein wichtiges historisches Dokument (b. Pes. 8 B). Die wilden Tiere werden die Haustiere nicht beschädigen, wie sollten die Menschen ihren Nebenmenschen Schaden zufügen. Issi ben Jehuda weiss scheinbar nichts von einem Edikt Hadrians. R. Dositai b. R. Jannai, ebenfalls ein Zeitgenosse und Schüler R. Meirs, spricht von Wallfahrten nach Jerusalem in seiner Zeit, wie von einer selbstverständlichen Sache (b. Pes, 8 B). R. Ismael, einer der fünf Söhne des R. Jose ben Chalafta geht nach Jerusalem, um sein Gebet dort zu verrichten. Er begegnet einem Samaritaner, der ihn auffordert statt nach Jerusalem, nach Nablus zu gehen (Gen. r. 81,3). Von einer Gefahr der Todesstrafe weiss weder R. Ismael, noch der Samaritaner. Wir finden denselben Lehrer in der Begleitung eines Schülers in Jerusalem, am Markte Zions (b. Ber. 60a). Die Quellen wissen so Manches von einer ״heiligen Gemeinde* (קהלה קדישא) oder von einer ״heiligen Versammlungעדה קדושה) ״), die zu dieser Zeit in Jerusalem existierte, zu erzählen. Die Stellen sind angeführt: 1) j. Maaser Sheni II, 4, wo R. Jose ben ha-Meshulam und R. Simon ben Menasja als Mitglieder derselben bezeichnet werden; 2) R. Simon ben Pazzi im Namen des R. Josua ben Levi im Namen des R. Jose ben Saul im Namen Rabbi’8 tradiert eine Fixierung über die strittigen Halachoth zwischen R. Simon ben Jochai und seinen Kollegen, die auf die heilige Gemeinde in Jerusalem zurückgeht Die heil. Gemeinde existierte also in Jerusalem zur oder nach der Zeit des grossen Tannaiten der Periode nach Bar Kochba, 8. b. Beza 27a, Joma 69a, Tannith 27 b; 3) b. Beza 14b ist dieselbe Traditionskette, die mit Simon ben Pazzi beginnt und mit der heil. Gemeinde in Jerusalem endigt, wiederzufinden; 4) b. Ber. 9B legt R. Jose ben Eljakim Zeugnis ab im Namen der Heil. Gern, in Jerusalem; Halachoth Gedoloth, ed. Hildesheimer, 20, liest R. Simon ben Eljakim, ebenso R. Nissim aus Kainan im מפתה, vgl. jedoch

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.