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Jeschurun · 1924-03-01 · Heft 3-4 (März 1924) · p. Seite 150

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
11 (1924)
Issue
Heft 3-4 (März 1924)
Date
1924-03-01
Page
Seite 150 (sequence 27)
Language
German
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150 Eine angebliche Verordnung Hadrians euch gewacht wird, damit kein Jude dort sich aufhalte, und dass für jeden Juden, der es betritt und ertappt wird, die Todesstrafe bestimmt ist, das ist euch wohlbekannt“. Dasselbe lesen wir in Tertullians Schrift gegen die Juden (c. 13). Seine Worte sind für unsere Frage 80 wichtig, dass wir den ganzen Passus hier bringen müssen. Er sagt: ״Aber wenn er (der Messias) noch nicht geboren wurde, welcher Führer wird aus dem Stamme Judas aus Bethlehem hervorgehen, von dem die Schrift spricht? Denn es ist nur recht und billig, dass er aus dem Stamme Juda und aus Bethlehem hervorgehen soll. Nun, wir wissen, dass jetzt keiner vom israelitischen Blute in Bethlehem übriggeblieben ist; und so war es, seitdem der Erlass ergangen ist, der den Juden jeden Aufenthalt in diesem Distrikte strengstens untersagt, damit jene Prophezeihung in Erfüllung gehe, die da besagt: Euer Land ist verwüstet, Euere Städte sind durchs Feuer verbrannt, d. h. es ist verkündet, was während des Krieges geschehen wird. Und an einer anderen Stelle sagt der Prophet: ״Den König in seiner Herrlichkeit sollt ihr sehen, und eure Augen sollen sehen das Land von ferne (Jes. 33,17) d. h. dass es euch Juden verboten ist euer Land zu betreten seit der Bestürmung Jerusalems. Es ist euch erlaubt von ferne euer Land mit euren Augen zu schauen. Eure Seele soll Furcht sinnen (v. 18), d. h. zur Zeit als ihr die Zerstörung erduldet habet. Wie kann also der Führer in Judäa geboren werden, und wie kann er aus Betlehem hervorgehen, wie die göttichen Schriften es Voraussagen, da keiner vom Hause Israel in diesen Tagen dort wohnen darf“? So weit der afrikanische Jurist und Kirchenvater. Eusebius* 5) gedenkt des Edikts an zwei Stellen, auch Hieronymus6) weiss daraus für dogmatische Zwecke Kapital zu schlagen. Die Schwierigkeiten, die der Glaubwürdigkeit dieser Angaben entgegen zu stellen sind, sind vielfältig. Erstens steht es fest, dass dieses Edikt nicht erhalten geblieben ist. Zweitens kann man die Tendenz, von der die Angaben der Kirchenväter beherrscht ״) Eist. Eccl. VI. 7. auch im Psalmen Kommentar zu c 58, cf. Kraass,. J. Q. R. VL 82. 6) s. Rahmer, MGTWJ. 14,469.

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