Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1924)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1924)
- Date
- 1924-03-01
- Page
- Seite 192 (sequence 69)
- Language
- German
- Belongs to
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192 Zur Charakteristik usw. Müssen wir uns darum endgültig zu einem Agnostizismus bekennen? Der Weg zur Darstellung eines Systems der jüdischen Theologie im Zeitalter des Talmuds nach dem. Muster der christlichen Darstellungen bleibt uns freilich verschlossen. Doch die Möglichkeit der Darlegung einer Grunddamit ist angedeutet, dass Gott ihm auch eine Tochter geschenkt. R. Nech.: damit ist gerade angedeutet, dass Er ihm keine Tochter geschenkt (Gen. R. 59,17). Und ebenso in den Stellen: 239 1, 239 3, 240 3, 241 2, 243 3, 244 6, 2451, 247 2, 248 2, 248 5, 250 4, 2513, 2515, 252 3, 252 5, 262 6, 252 7, 263 2, 265 1, 266 6, 267 1, 267 4, 258 2, 209 3, 260 2, 260 4, 2611, 261 4, 266 1, 267 3, 269 1, 270 3, 273 2. Das entgegengesetzte ist der Fall in der Stelle 238 3. Zu Gen. 25 1: ״Und Abraham nahm ferner eine Frau mit Namen Ketura“ bemerkt R. Jehuda: das war Hagar. R. Nechemja: aber diese Frau wird doch ausdrücklich Ketura genannt. Ebenso in den Stellen: 240 4, 241 3, 2414, 242 2, 242 6, 244 4, 246 4, 247 1, 247 3, 247 6, 249 4, 249 5, 250 2, 2511, 2513, 252 1, 252 2, 252 4, 2531, 250 4, 266 1,2581, 259 4,2610, 2616, 270 2. Bei mehr als 50 Stellen wiederum folgen beide Erklärer der gleichen Art der exegetischen Behandlung und die Kontroverse bezieht sich nur auf den Inhalt der Deutung, so dass man schwor, oft garnicht entscheiden kann, welche von den beiden Deutungen dem einfachen Wortsinn entspricht. So 239,4 zu Ex. 7,24 1Ex. R. 9,11): Rabbi Jehuda sagt, da die Aegypter ״in der Umgebung des Nils“ nach Trinkwasser gruben, ist ersichtlich, dass von der Verwandlung in Blut nur die Wasser des Nils selbst betroffen wurden. Darauf R. Nechemja: nein, auch das Wasser unterhalb des Bodens, wie überhaupt alles Wasser Aegyptens wurden von der Plage betroffen. Darauf ß. Jehuda: wie verstehe ich dann, dass die Aegypter dennoch rings um den Nü nach Trinkwasser gruben? R. Nechemja: sie glaubten, dass nur jenes Wasser zu Blut würde, das ihren Blicken entzogen war (für R. Jehuda spricht: V. 17, 20 und 24, für R. Nechemja Y. 19. Doch vgl. Abarbanel). Das gleiche gilt von den Stellen 239 5, 240 2, 241 3, 242 2 und von noch ca. 60 Stellen. Wir sehen: trotz des ungewöhnlich grossen Materials ist es unmöglich, hier irgend etwas Entscheidendes über den Charakter der Exegese des Einen oder des Anderen inbezug auf diesen Gesichtspunkt zu sagen. Oder soll man den Versnch machen, die beiden T&naim etwa nach dem Kriterium zu charakterisieren, wer zu einer mehr rationalistischen Deutung neigt, wer mehr zu einer das Wunder betonenden und steigernden? 2414: R. Jehuda behauptet, dass die Wasser der Flut, die nach Gen. 7,20 fünfzehn Ellen hoch standen sowohl über den Bergen als auch in der Ebene fünfzehn Ellen hoch standen (auf Grund eines Wunders) während R. Nechemja erklärt, dass sie in der Ebene je nach der Lage dieser Ebene hoch standen und nur gesagt sein 8011, dass die gesamte Höhe des Wassers 15 Ellen über den