Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1924)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 103 (sequence 105)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Zur Charakteristik usw. 103 die Arche ging, als ihm das Wasser bis an die Knöchel stand *), er empfand nicht genügendes Mitleid mit seinen Zeitgenossen, sonst hätte er vor der Flut für ihre Kettung gebetet, seine Webbergflanzung. seine Trunkenheit werden gegeisselt 2). Sehern hatte die Anwartschaft auf die erbliche Priesterwürde. Weil er aber in seiner Segnung Abraham (Gen. 14,18 Malkizedek daselbst wird mit Schern identifiziert) den Knecht vor dem Herrn genannt, wurde die Pristerwürde ihm entzogen und Abraham verliehens). Die Stammväter Israels werden nicht als Bürgen angenominen, als Israel am Sinai die Thora empfangen wollte vorher aber Bürgen stellen sollte, dass es sie auch halten würde. Abraham habe gesündigt als er (Gen. 15,8) durch die Frage: ״woran soll ich erkennen, dass ich das Land besitzen werde“ in die Zusicherung Gottes einen Zweifel setzte. Isak hat den unwürdigen Sohn, Esau geliebt. Jakob sprach: Mein Schicksal ist Gott verborgen und mein Recht ist meinem Gott entzogen (Jes. 49, 27) 4). Auch waren sie bis auf Jakob noch nicht von dem Gift gereinigt, das die Schlange bei der Verführung in die Stamm־atter des Menschengeschlechts geworfen, sodass Abraham neben Isak einen Ismael, Isak neben Jakob einen Esau zeugte5). •} Gen. IL 32,6 '0 Den. R. 36, 3 11. 4 wenn auch kontrovers. ־} Ned. 32 b. 4) Schirhasekirim R zu i, 4. •r*) Sabbat 146 a. Es bedeutet nach dem Autor dieses Ausspruchs (R. Abba b. Kabasa) wenn auch nicht eine positive Schuld, so doch immer einen Mangel an Vollkommenheit, wenn jenes ״Gift“ noch nicht von Abraham und Isak wich, denn nach ihm ist es ja in die Hand des Menschen gegeben, durch die sittliche Arbeit an eigenem Selbst die Stärke des Giftes abzuschwächen und es durch die Summierung der Arbeit zweier Geschlechter völlig unschädlich zu machen. Anders die kontroverse Ansicht der anonymen TJeberiielerung, nach der erst im Augenblick der Offenbarung durch ein Wunder oder durch den gewaltigen Eindruck dieses Wunders sieh jenes Gift, das den Heiden verblieben ist, in Israel verlor. Diese Ansicht muss freilich, um den Prcselyten gerecht zu werden, annehmen, dass deren Genien (מזלייהו הוי) bei der Offenbarung zugegen waren. Jehuda Halevi, der die Erwählung Israels gewisserin aseen physiologisch begründet als die natürliche Konsequenz eines von den Vätern her mit besonderen erblichen Anlagen ausgestatteten Zweiges der Menschenfamilie (Kusari 195; muss konsequenter-