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Jeschurun · 1924-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1924) · p. Seite 102

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Journal
Jeschurun
Volume
11 (1924)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1924)
Date
1924-01-01
Page
Seite 102 (sequence 104)
Language
German
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102 Zur Charakteristik usw. des Judentums mit einbezogen J). Sind sie ja auch einer göttliehen Belehrung und Gesetzgebung unterworfen gewesen und werden daher, als einer besonderen göttlichen Fürsorge unterstehend, mit dem Masse des vollkommenen Menschen gemessen. Als aus der Hand Gottes hervorgegaogen wird Adam körperlich und seelisch als ein Wunder von Vollkommenheit geschildert * 2), aber die Agada ist sehr beredt, die Schwere des Sünäenfails und seiner Folgen auszumalen. Darüber hinaus sieht sie in den Worten: ״die Frau, die du mir beigesellt hast, sie gab mir von dem Baum״ die krasse Undankbarkeit und das dreiste Unterfangen , die Schuld von sich auf den Schöpfer abzuwälzen 3). Er verhärtete sich in Trotz und sprach: ״Ich werde auch in Zukunft essen״, ja er stiess bei seiner Vertreibung aus dem Garten Eden die heftigsten Schmähungen aus 4). Er wollte, zur Rückkehr aufgefordert, nicht bereuen 5). Eine Reihe von Ainoräera steigern noch die Schwere seines Vergehens, seinen Ungehorsam als einen Abfall aus Prinzip bezeichnend 6). Bekannt ist die Deutung hinsichtlich Noahs Gen. 6, 9 תמ״ם בדורותיו היה dass er nur im Verhältnis zu seinen entarteten Zeitgenossen als untadelig zu bezeichnen sei, dass er an sich unwürdig gewesen und nur Gnade fand in den Augen Gottes 7), dass sein Vertrauen auf Gott so schwach war, dass er erst in ף Grundverkehrt freilich die Behauptung Webers a. a. 0. S. 37 ״Wenn Adam als beschnitten geboren gedacht wird, (Tanchoma Noah 5;, so liegt die Idee zu Grunde, dass er sein Leben in gesetzlicher Form führen 8011; der Mensch ist da von vornherein als Jude gedacht“. Die Vergleichung mit Parallelstellen wie Aboth de R. Nathan 2, 0, wo auch ein Bileam als beschnitten geboren bezeichnet wird, die Begründung, die bei den meisten dort (und auch an der von Weber zitierten Stelle) als beschnitten Geborenen gegeben wird, weil sie הם oder תמים genannt werden, hätte Weber eines Besseren belehren müssen. Ganz abgesehen davon, dass es in Genesis Rabba 11,6־ und den Parallelstellen Gen. 4R. 6,2 nnd Ps. Rabb. 23 heisst אם חביבה המילה מפני מה לא ביתנה לאדם הראשון: Wenn die Beschneidung so sehr von Gott geschätzt wird, warum ward sie nicht Adam verliehen? 2) Sanh. 38 b, Gen. R. 8,1 u. Parallelstellen besonders Pes. de R. K. 36 b f. ״) Ab. s. ob. 4) Gen. R. 19,12, ö) ebd. 21,6. 6) Sank. 38 b .אדם הראשון צדוקי . . . ביפר בעיקר היה ל) Sanh. 108 a.

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