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Jeschurun · 1924-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1924) · p. Seite 94

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
11 (1924)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1924)
Date
1924-01-01
Page
Seite 94 (sequence 96)
Language
German
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4־9 Wolf Jawitz זצ׳־־׳ל der Anlage unseres Werkes und dem uns zur Verfügung stehenden Platze nicht all seine (Halevys) Beweise, fest wie Eisenblöcke, dafür anführen, dass die Urform der Mischna hinaufragt in die Zeit der Grossen Versammlung. Darum raten wir einem jeden, der sich hierüber belehren will, das Werk דורות הראשנים I c Teil II zu lesen, besonders die Kapitel ״die Mischna in ihrem Ursprung und die Periode der damaligen Tanaiten“ (144—162 und 202—309); dann wird ihm die ganze Mischna in neuem Lichte erscheinen“. Selten wird man eine derartige Anerkennung eines Gelehrten für die Grösse seines Zeitgenossen finden. Sie passt aber ganz zu dem Charakter von R. Wolf Jawitz. Neben seinem grossen Geschichtswerke beschäftigte sich Jawitz mit der wissenschaftlichen Bearbeitung der Gebete. Eine Frucht, dieser Tätigkeit ist sein Quellenwerk zu den Gebeten מקור הברכות (Berlin 1910). Dieses sollte eine Einleitung zu einer wissenschaftlichen Ausgabe des Gebetbuches sein. Es war Jawitz vergönnt, es zu vollenden. Wie ein Abschiedsgruss mutet uns der סדור עבודת הלבבות (Berlin 1922) an. In der Einleitung gedenkt der greise Verfasser voller Dankbarkeit seiner Eltern, ganz besonders aber seiner treuen Lebensgefährtin und Mitarbeiterin, die ihm die Sorgen um die Aeusserlichkeiten des Lebens abnahm, um ihm die ruhige Weiterarbeit zu ermöglichen. Die Vorrede zu dem Gebetbuch schliesst Jawitz mit den herrlichen Worten: ,»Möge Er das Herz der Kinder zum himmlischen Vater, das Herz der Brüder zu ihren Brüdern den Weg finden lassen. Mögen 4ie Söhne Jakobs wieder werden zu einem Volke, Dienern des einzigen Gottes, und möge nach Zion der Erlöser kommen“! Eine dreifache grosse Liebe durchzieht das Leben und die Schriften unseres Rabbi Wolf Jawitz: Liebe zu Gott, zum jüdischen Volk und zum heiligen Lande. זכר צדיק לברכה. M. A.

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