Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1924)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 83 (sequence 85)
- Language
- German
- Belongs to
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Exegetische Beiträge 83 und so ruft er ihm zu: Wollt ihr nicht vertrauen (auf die Worte Gottes, die ich euch in seinem Namen verkünde) so14) wird euch kein Vertrauen entgegen gebracht werden d. h., der König von Assyrien wird euer Treugelöbnis als Heuchelei ansehen, die in der Not der Stunde geboren ist, und wird nicht nur die Koalition, sondern auch Judäa seine schwere Hand spüren lassen. Ja, die selbstheraufbeschworene Gefahr, in der Gestalt des Grosskönigs, wird für Judäa noch verhängnisvoller werden, als die verpönte Spaltung und dauernden Zwistigkeiten zwischen den jüdischen Bruderstaaten. Diesen Gedanken hat Jesaja in der weiteren Rede an Ahaz (vgl. 7,10 ff‘.) zum Ausdruck gebracht, wenn er ihm zuruft : מדא ה, עליך ועל עטך רעל בית אביך ימים אשר לא באו למיום סור אפרים מעל יהודד./ את מלך אשור. Wohl hat der verfeindete Bruderstaat Ephraim viel Unheil über Judäa gebracht, wohl hat die Coalition mit ihrem Zuge gen Jerusalem nicht geradezu die Wohlfahrt des jüdäischen Landes gefördert, aber, in kürzester Zeit, wo die schwangere Jungfrau die gerade vor der Entbindung stand einem Knäblein das Leben schenken wird, und bevor dies zwischen Angenehm und Unangenehm zu unterscheiden vermögen wird, wird das Land von den assyrischen Heeren völlig verheert werden, dass nur Bergesgipfel noch verschont bleiben werden. Und was Jesaia geschaut, verkündet und gefürchtet hat, traf auch ein. Demzufolge sind die Worte in 7,8—9 wie in K ‘17 weder abrupt noch unverständlich, nicht wirr und sinnlos, sondern sinnentsprechend und historisch beglaubigt. Der Grund aber, weshalb der Inhalt von C. 17 nicht gleich hinter 7,9 gesetzt wurde, sondern als selbständige in Ahaz, doch ein Wunder Zeichen, dass seine Ankündigung: von Gott bestimmt sei, zu verlangen, jener lehnte dies in seinem Unglauben ab. Er vertraute eher auf seine politische Aktion der ״Bestecnung“ (vgl. שהד II. Kn. 16, 8), die zu jener Zeit als ein probates und wirksamstes Mittel galt (vgl. I. Kn. 15,18—19). u) Nach כי ist עתה oder אז hinzuzudenken, vgl. IlJSm. 19, 8 כי איבך כי אם אינך יוצא — יוצ* (So D. Kimchi und Ihn Ganah in שער כ״ה ,הרקמה).