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Jeschurun · 1924-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1924) · p. Seite 66

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
11 (1924)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1924)
Date
1924-01-01
Page
Seite 66 (sequence 68)
Language
German
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66 Zur politischen Geschichte usw. wenn man den römischen Aufpasser in der Nähe wusste. 91) Aus Leitern und Brettern stellte man eine Sukka her, deren wahren Charakter der Uneingeweihte nicht ahnen konnte.92) Auf Schleichwegen trug man die heilige Torarolle, um in aller Heimlichkeit aus ihr zu lesen. 93) Beim Herannahen des feindliehen Spähers nahm man ängstlich die Tefillin vom Haupte. 94) Um sein Leben nicht unnötigerweise preisgeben zu müssen, hielt es R. Elasar ben Prata mit Recht für erlaubt, den römischen Schergen gegenüber abzuleugnen, dass er Tora gelehrt habe, und zu behaupten, er führe den Namen Rabbi (Meister) als Webermeister. 95) — Aber da, wo es notwendig war, scheute man nicht den heiligen Tod des *Märtyrers. Die Grenzen zwischen gebotener Vorsicht und der Pflicht der Selbstaufopferung waren nicht leicht zu bestimmen. Unter den hervorragenden Gelehrten herrschte zu übertreten, auch bei Bedrohung des Lebens nicht Folge leisten darf, findet sich schon viel früher, ln der Tosefta Schabh. XVI, 17 ד׳ אחא אומר משום ר׳ עקיבא... ואין לך שעומד בפני פקוהגפש אלא שלשה דברים עיין וג״ע וש״ד בד״א שלא בשעת השמד אבל בשעת השמד אפי' קלת שבקלות נותן אדם בפשי עליה. Rabbi Acha ist ein Zeitgenosse von R. Jehuda Hanasi und von R. Simon b. Jozadak; selbst wenn wir — wozu keinerlei Veranlassung vorliegt — die Einschränkung בד״א שלא בשעת השמד כד auf ihn zurückführen wellte, so hatten wir einen Beleg dafür, dass sie bereits damals bekannt war. Tatsächlich gehört sie aber wohl schon dem Lehrsatz R. Akiba’s an, eines der hervorragendsten Teilnehmer an den Ludensischen Beschlüssen. Es liegt demnach kein Grund vor, zu bezweifeln, dass z. Zt. der Haärianischen Verfolgungen die Halacha über die Pflicht, die Treue zum Gttesgesetze mit dem Leben za beweisen, schon so festgestellt war, wie sie uns Maimonides Hil. Jesod. Tora V1—8 formuliert. Vgl auch Anm. 88. ljl) Tos. Ber III; s. a. Anm. 78. V'J) Tos. Suk. I 7; s. a. Anm. 79. 9*) Tos. Erub. VIII, 8 א״ר יהודה מעשה בשעת הסכנה והפיגו מעלין ספד תורה מן החדר לגג מן הגג לגג והייבו קודאין בו אמדו אין שעת הסכנה ראיה. 94) Schabb 49 a s. a. Anm. 80. 95) Ab. sar 17 b אתיוה לדיא בן פרמא אמרו מ״ט חנית ומ*ט גנבת אמר להו אי סייפי לא ספרא ואי ספרא לא סייפי ופדהא ליתא הא נמי ליתא ומ״ט קרו לך רבי רבן של חרסייא אני... ומ״ט לא אתית לבי אבירן (פירש׳יי בית שאוכלין ושותין לכבוד עברים) אמר להד זקן הייתי ומתירא אני שמא תרמסוני ברגליכם. Diese vierte Frage, weshalb er nicht zum Feste der heidnischen Götter kam, ist lediglieh ein Argument des

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