Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1924)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 52 (sequence 54)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Rashi 1× ep/1002670
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62 Untersuchungen über die Entwicklung usw. Es sind stark© Anzeichen dafür vorhanden, dass di© Ueberschrift der Liste P 128 jung ist, sicherlich jünger als diejenige von P 129; denn sie ist ausführlicher, indem sie das Wort מלין und vor allem die Worte ...וכל חד לית דכותיה hinzufügt welche sonst nur ganz selten in den Ueberschriften der Ocbla-Listen stehen, obwohl sie an vielen Stellen dem Sinne nach passen würden. Wir haben also eine ältere und eine jüngere Ueberschrift in diesem Listenpaar. Da nun in ihm ursprünglich nur eine Ueberschrift stand, war es natürlich die ältere, nämlich כתיבן י׳ במצע' תיבותא ולא קרץ. Mit ihr begann das Listenpaar; sein erster Teil war die Liste P 129, ihr folgte P 128. Diese Ueberschrift nun, die eigentlich nur zu P 129 gehörte, galt gleichzeitig als die Ueberschrift der beiden Verzeichnisse, da sie an ihrer Spitze stand. Daher ist es keineswegs auffallend, dass Raschi die Massoraangabe mit den Worten . . . שמנוץ שם כל תיבות שכתוב בהן יו״ד ולא קרץ zitiert, obwohl er den zweiten Teil dieser Liste, nämlich die zweite Liste des חללף-Paares, meint, welche zum Inhalt hat ...חסר, י, במצע׳ תיבות, וקרין ... Damit ist die alte Lesart in Raschi gerechtfertigt. § 33. Es wurde im Vorausgegangenen versucht, Raschis Auffassung über die Gemarastelle klar herauszuarbeiten. Wir gehen jetzt einen Schritt weiter. Es scheint uns, dass Raschi (und nach ihm alle anderen Erklärer1) diese nicht sinngemäss aufgefasst 1J Gegen die Auffassung dieser Autoritäten eine neue Erklärung zu geben, fällt uns naturgemäss sehr schwer: טובה צפרנן של ראשונים. Aber die Autorität des Talmuds steht eb en höher als die seiner Kommentatoren!! Raschi u. a. halten die in Frage stehende Gemarastelle für טעות גדול, wir bringen eine winzig kleine Korrektur an, wie man sie sich kleiner — vor allem in einer Handschrift — überhaupt nicht ausdenken kann, und rechtfertigen dadurch ohne Schwierigkeit nicht nur den in anseren Aasgaben stehenden Text, sondern auch die in dem (wegen seiner korrekten Lesarten) berühmten Talmud-Kodex stehende Lesart, die ohne unsere Erklärung völlig unverständlich wäre.