Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1924)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 53)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Rashi 2× ep/1002670
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Untersuchungen über die Entwicklung usw. 51 aber war ihr Wortlaut denkbar kurz1). Es kann daher ohne weiteres angenommen werden, dass die Ueberschrift des zweiten Verzeichnisses eines solchen Paares ursprünglich nur וחלוף lautete, dass jeder weitere Zusatz fehlte und mit Recht fehlen konnte, da ihr Inhalt einwandfrei feststand als der entgegengesetzte der Ueberschrift des ersten Verzeichnisses. Die Liste P 128 trägt die Ueberschrift ב״ו מלין חסר י״ במצע, תיבותא וקריין וכל חד 56״ לית רבותיה חסר וסימניהון Wörter werden mit Jod in der Mitte gelesen, das aber in der Schrift fehlt; in dieser defektiven Form kommen sie nur einmal vor2״). Die Ueberschrift des nun folgenden Verzeichnisses P 129 lautet: ,וחלוף ר כתיבן י, במצע ״ תיבותא ולא קרין וסי׳Sechs Wörter haben, umgekehrt vom Vorigen, ein Jod in der Mitte, das aber nicht gelesen wird, {sondern das Wort wird als singulär betrachtet). ג) Cf. oben § 6 usw. 2) Wahrscheinlich hat Raschi diese Liste gemeint. Ist diese Annahme richtig, so ist ein neuer Grund (Nr. 3, cf. weiter) gegeben, weshalb uns der von Raschi von der Massoraangabe geführte Beweis auffallend erscheint• Welches sind nun diese Gründe? 1. Eine Massoraangabe schliesst, selbst wenn die genaue Zahl der Beispiele genannt ist, niemals bewusst die dort fehlenden Beispiele aus, d. h. sie kann keine ausschliessende Bedeutung haben. 2. Defektiv* und Piene-Schreibungen gehören nicht so recht zu deu Kere Ketib; jedenfalls aber werden sie von der Gruppe der Kere-Ketib-Verzeichnisse in der Ochla-Urschrift und den von ihr abhängigen Rezensionen niemals als solche bezeichnet oder behandelt. 3. Die von Raschi ins Auge gefasste Liste P128 (und die analoge in anderen Sammlungen) behandelt — auch mit Ausnahme der Kere-Ketib-Schreibungen — nicht alle כתבן י' כמצע׳ תיבותא ולא קרין, sondern nur diejenigen, welche die Endung ין zeigen statt der zu;erwartenden ך (ebenso wie die vorherstehende die entgegengesetzte Eigentümlichkeit behandelnde Liste nur solche י׳ במגע' תיבותא וקרין non anführt, welche statt der zu erwartenden Endung יו die Endung ־ך ו zeigen. Raschi ist auf diese Auffassung dadurch gekommen, dass die Ueberschrift dieser beiden Listen viel zu allgemein lautet, was indes sehr häufig vorkommt. Zu 1. und 8. sei noch hinzugefügt: Wie auffällig Raschis Schluss ist zeigt in eklatanter Weise eine Massoraangabe, welche Heidenheim aus einem Ms anführt (cf. MM S. 864 Anm. 3). Sie lautet: (1 S 2,24) אלין חסרים יו״ד קדמא - . . מעברים. Nach dieser Massora fehlt in מעברים das erste Jod; nach Raschis Auffassung müsste es aus diesem Grunde in der Liste P 128 stehen oder die beiden Massoraangaben widersprechen sich.